FIFA

    SFV-Boss Knäbel: «WM-Pläne der Fifa geschlossen zurückgewiesen»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Nyon,

    In einer ausserordentlichen Tagung haben sich die Verbände der Uefa am Donnerstag geschlossen gegen die WM-Pläne von Fifa-Boss Gianni Infantino gestellt.

    Uefa Fifa Gianni Infantino
    Fifa-Präsident Gianni Infantino und SFV-Präsident Peter Knäbel an der WM 2026. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die europäischen Verbände boykottieren bis auf Weiteres die Fifa-Wettbewerbe.
    • Grund sind die Pläne des Weltverbands, die WM an Investoren zu verkaufen.
    • Der Boykott bleibe so lange bestehen, wie die Pläne aufrechterhalten bleiben.
    • Der SFV steht klar hinter dem Entschluss der Uefa in einer Krisensitzung am Donnerstag.

    Der europäische Fussball steht geschlossen gegen die absurden WM-Verkaufspläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino. In eine gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag stellte die Uefa die Position seiner Mitglieder unmissverständlich klar.

    Traust du Infantino die Umsetzung seines Verkaufsplans zu?

    Die Uefa-Verbände hatten sich am Donnerstag zu einer ausserordentlichen Krisensitzung zusammengefunden. Dabei fasste man einen richtungsweisenden Beschluss: Bis auf weiteres werden sämtliche europäischen Verbände die Wettbewerbe der Fifa boykottieren!

    «Als Ergebnis der heutigen Diskussion werden keine Uefa-Nationalmannschaften an Fifa-Wettbewerben teilnehmen, solange diese Vorschläge bestehen bleiben. Es sei denn, dieser Vorschlag wird vollständig verworfen», so das Statement.

    Uefa Fifa Ceferin Infantino
    Aleksander Ceferin und die Uefa stellen sich deutlich gegen die WM-Verkaufspläne der Fifa unter Gianni Infantino. - keystone

    Weiter fordert die Uefa auch eine verbindliche Zusicherung der Fifa, dass es keine erneuten Vorstösse geben wird. Die Fifa dürfe «ihre Führung oder Wettbewerbe nie wieder für private Eigentümer öffnen», so die Stellungnahme.

    SFV unterstützt Boykott-Entschluss der Uefa

    SFV-Präsident Peter Knäbel stellt sich hinter die Uefa-Entscheidung. «Es war eindrücklich zu sehen, wie geschlossen die europäischen Verbände die Pläne der FIFA zurückwiesen», so Knäbel. «Für uns ist klar, dass die Weltmeisterschaft nicht wie ein Anlageprodukt behandelt werden darf.»

    SFV Peter Knäbel
    Der SFV unter Präsident Peter Knäbel bezieht klar Stellung gegen die Pläne der Fifa. - keystone

    Infantinos Vorwand, es gehe dabei um die Zukunft des Sports, wischt der SFV-Boss beiseite. «Die Weiterentwicklung des Fussballs erfordert zweifelsohne finanzielle Mittel. Ebenso wichtig sind Verantwortung, Transparenz, demokratische Prozesse und Kontrolle», so Knäbel.

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    Kommentare

    User #1894 (nicht angemeldet)

    dieser Infantino ist noch machtgeiler als Sepp Blatter

    User #1894 (nicht angemeldet)

    Der schaden im internationalen Fussball geht langsam aber sicher zuweit; unglaubwürdig; korrupt und darum muss Infantino weg...

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