FIFA

Fifa will WM-Anteile verkaufen – Uefa droht mit Boykott!

Simon Binz
Simon Binz

Nyon,

Die Fifa plant offenbar, Investoren an der Fussball-WM zu beteiligen. Die Uefa denkt deshalb womöglich über einen Boykott sämtlicher Fifa-Wettbewerbe nach.

trump infantino Fifa
Fifa-Chef Gianni Infantino sorgt wieder einmal mit seinen Zukunftsplänen für Schlagzeilen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fifa-Präsident Infantino plant eine teilweise Privatisierung der WM.
  • Die Uefa diskutiert laut Bloomberg über einen möglichen Boykott.
  • Ein Boykott würde auch die WM und die Klub-WM betreffen.

Dem Weltfussball droht offenbar eine Spaltung. Kaum sind die Privatisierungspläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino bekannt, wird bei der Uefa bereits über Gegenmassnahmen diskutiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg».

Infantino will Investoren aus der Wirtschaft an der Fussball-WM beteiligen – im Klartext: Er will Anteile der WM verkaufen. Als mögliche Antwort soll bei der Uefa sogar ein Boykott sämtlicher Fifa-Wettbewerbe im Raum stehen. Das würde sowohl die WM-Endrunde als auch die Fifa-Klub-WM betreffen.

Infantino will die WM Teil-Privatisieren – eine gute Idee?

Ein solcher Boykott hätte weitreichende Folgen: Die Schweizer Nati, aber auch Weltmeister Spanien würden dann nicht mehr an einer WM-Endrunde teilnehmen. Wie relevant Europas Teams sind, zeigte zuletzt das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Sechs der acht Viertelfinalisten kamen aus Europa.

Kritik an Fifa: «Damit wird eine Grenze überschritten»

Offiziell bestätigen wollen weder Uefa noch Fifa die Boykott-Überlegungen. Beide Verbände halten sich mit Stellungnahmen zurück. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (58) liess allerdings bereits ein deutliches Statement gegen die Fifa-Pläne verlauten.

«Damit wird eine Grenze überschritten, die die Führungsgremien des Fussballs niemals überschreiten sollten. Die Uefa nimmt die Angelegenheit äusserst ernst. Das sollte auch jeder nationale Fussballverband tun. Ebenso alle Beteiligten: Ligen, Vereine, Spieler, Fans, Regierungen und alle, denen die Zukunft des Fussballs am Herzen liegt.»

Aleksander Ceferin UEFA
Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, kritisiert die Fifa und deren Chef Gianni Infantino scharf. - keystone

Die Fifa selbst versucht, das Thema herunterzuspielen. Die WM-Endrunde solle unter ihrer Kontrolle bleiben, Investoren dürften lediglich Minderheitsanteile ohne Mitspracherecht erwerben. Die Pläne brächten den Mitgliedern zudem erhebliche wirtschaftliche und infrastrukturelle Vorteile, so die Fifa.

Kommentare

User #3876 (nicht angemeldet)

Hoffentlich hat die UEFA Mut und steigt aus der FIFA aus. Ja, das hat unschöne Konsequenzen, doch ALLE JA-SAGER sind mitschuldig am Desaster. Lieber alle 2 Jahre eine EM mit den weltbesten Fussballern *die spielen eh fast alle in Europa) als dieser Drecks-FIFA in den Hintern zu kriechen. Ausser DU willst das. Gut Nacht

User #3964 (nicht angemeldet)

Klar, die Trumps und die SVP wollen sich auch da noch privat bereichern. Darum findet die SVP den Trump im Grunde auch sehr gut.

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