Fassnacht zu Nati-Rücktritt: «Freue mich, jetzt als Fan zuzuschauen»

Mischi Wettstein
Mischi Wettstein, Simon Huber

Bern,

Christian Fassnacht beendet seine Karriere in der Schweizer Nati. An einer Online-Medienkonferenz erklärt der YB-Star die Gründe für seinen Rücktritt.

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Christian Fassnacht beendet seine Nati-Karriere. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Christian Fassnacht (32) beendet nach 24 Länderspielen seine Nati-Karriere.
  • Als WM-Highlight nennt er seine Einwechslung gegen Kanada.
  • Er freut sich, die Spiele künftig als Fan verfolgen zu können.

Zwei Wochen nach dem Rücktritt von Silvan Widmer gibt ein weiterer Spieler seinen Abschied aus der Schweizer Nati bekannt. Christian Fassnacht zieht mit 32 Jahren und nach 24 Länderspielen für die Schweiz einen Schlussstrich.

«Höhepunkt» als richtiger Zeitpunkt

An einer Online-Medienkonferenz erklärt Fassnacht gegenüber Nau.ch, wie er zu diesem Entscheid kam.

«Ich habe es mir lange überlegt. Vor der WM war klar, dass ich alles mache, um da nochmals dabei zu sein. Bereits da habe ich mir gedacht: Nach der WM wäre dann ein guter Zeitpunkt, um den Rücktritt zu verkünden», sagt er.

christian fassnacht
Christian Fassnacht kam an der diesjährigen WM gegen Kanada zu einem Kurzeinsatz. - keystone

Schön sei es, dies nun auf einem Höhepunkt tun zu können.

«Es war mir wichtig, aufzuhören, wenn ich noch auf einem guten Niveau bin», ergänzt Fassnacht. Der heutige Tag sei trotzdem ein schwieriger Moment gewesen.

Wirst du Christian Fassnacht in der Schweizer Nati vermissen?

«An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle, die an mich geglaubt und mich unterstützt haben. Es ist sicher etwas, das mir fehlen wird. Aber ich freue mich jetzt, die Spiele als Fan schauen zu können.»

Frankreich-Spiel bleibt am meisten in Erinnerung

Auf die Frage nach seinem prägendsten Moment im Nati-Dress verweist Fassnacht auf den dramatischen EM-Achtelfinal 2021 gegen Frankreich.

Diese Partie sei «das Spiel mit der grössten Bedeutung», das ihm am meisten in Erinnerung bleibe. Bei seiner Einwechslung leiteten zwei Balleroberungen des YB-Stars die beiden Treffer zum 2:3 und 3:3 ein.

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Christian Fassnacht war mit zwei wichtigen Balleroberungen am Comeback gegen Frankreich an der EM 2021 beteiligt. - keystone

«Der eine oder andere Einsatz mehr hätte dabei sein können. Ich habe mehr Zeit in der Nati verbracht, als dass ich eigentlich Spiele gemacht habe», räumt Fassnacht selbstkritisch ein.

Schönster Moment an der WM in den USA

Als schönsten Moment der diesjährigen WM nennt Fassnacht seine Einwechslung im dritten Gruppenspiel gegen Kanada. Auch das Mitfiebern beim Penaltyschiessen gegen Kolumbien sowie das Weiterkommen seien für ihn besondere Momente gewesen.

Er habe damals Cedric Itten gepusht und ihm gesagt, dass er den Elfmeter reinmachen werde. «Wir hatten ein sehr geiles Team zusammen, sowohl auf als auch neben dem Platz», schwärmt Fassnacht.

Ungewöhnlicher Weg in die Nati

Fassnachts Weg in die Schweizer Nati war höchst ungewöhnlich: Für die Nachwuchs-Nationalmannschaften lief der Zürcher nie auf, kurz vor seinem 25. Geburtstag debütierte er unter Vladimir Petkovic.

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Jetzt will sich Christian Fassnacht voll und ganz auf YB konzentrieren. - keystone

Zuletzt kämpfte er sich im Vorjahr nach langer Absenz pünktlich zur WM-Vorbereitung nochmals ins Nati-Kader.

Auch Nationaltrainer Murat Yakin würdigt den Rücktritt: «Wir werden Fassi als sehr bodenständigen und loyalen Spieler in Erinnerung behalten. Er war der Inbegriff des Teamplayers und immer mit vollem Einsatz dabei.» Fassnacht legt seinen Fokus nun auf seine Klub-Karriere bei YB.

Am Samstag um 18 Uhr empfängt er mit den Berner Young Boys Servette.

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User #1225 (nicht angemeldet)

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