US Open – Zverev: «Kaputt gelacht über mein eigenes Spiel»
Alexander Zverev steht am US Open erneut im Endspiel. Nach French Open und Wimbledon ist es sein dritter Grand-Slam-Final in Folge, Gegner ist Ben Shelton.

Das Wichtigste in Kürze
- Zverev bezwingt Chatschanow nach drei hart umkämpften Sätzen.
- Shelton bestreitet vor heimischem Publikum sein erstes Grand-Slam-Finale.
- Am Sonntag kann Zverev seinen zweiten Major-Titel gewinnen.
Nach knapp drei Stunden ist der Grand-Slam-Final-Hattrick von Alexander Zverev perfekt. Die Weltnummer 2 bodigt Karen Chatschanow im Arthur Ashe Stadium mit 6:3, 7:6 (9:7) und 7:6 (8:6).
Damit bietet sich Zverev am Sonntag die Chance auf einen weiteren grossen Triumph.
Zverev an den US Open erneut im Final
Anfang Juni gewann der Deutsche bei den French Open nach langem Warten seinen ersten Grand-Slam-Titel. Rund einen Monat später stand Zverev erstmals im Wimbledon-Final, musste sich dort aber Jannik Sinner trotz Satzführung geschlagen geben.
Nun ist Zverev wieder dort, wo er vor sechs Jahren schon einmal stand. 2020 erreichte er in Flushing Meadows erstmals einen Grand-Slam-Final, verlor damals trotz 2:0-Satzführung gegen Dominic Thiem. Am Sonntag bietet sich dem Hamburger die Chance, Verpasstes nachzuholen.
Enges Duell mit Chatschanow
Das insgesamt zehnte Duell zwischen Zverev und Chatschanow nahm erst im zweiten Satz richtig Fahrt auf. Den ersten Umgang entschied der Deutsche dank eines späten Breaks mit 6:3 für sich. Im zweiten Satz musste sich Zverev bis ins Tiebreak durchbeissen, das er nach zähem Ringen für sich entschied.

Der dritte Durchgang entwickelte sich ähnlich, im Tiebreak lag Chatschanow bereits mit 5:2 vorne. Doch Zverev glaubte an die Wende, wehrte zwei Satzbälle ab und nutzte schliesslich seinen ersten Matchball zum Drei-Satz-Sieg.
Kaputt gelacht über den eigenen Auftritt
Dass Zverev überhaupt im Final steht, ist auch einer gehörigen Portion Humor zu verdanken. In der ersten Runde braucht er 4:53 Stunden, um Lorenzo Sonego zu bezwingen, in der zweiten Runde wird ihm Quentin Halys nach 4:33 Stunden beinahe zum Verhängnis.
«Nach der zweiten Runde sass ich gegen drei Uhr morgens mit meinem Team in der Kabine. wir haben uns kaputt gelacht darüber, wie schlecht ich gespielt habe», erzählt Zverev nach seinem Halbfinal-Sieg.
Dieser Humor habe ihm am nächsten Tag auf dem Trainingsplatz geholfen. Seither läuft es für den Deutschen wie geschmiert: In den folgenden vier Partien gibt er keinen Satz mehr ab.
Shelton als Final-Gegner
Im Final der US Open trifft Zverev nun auf den US-Amerikaner Ben Shelton. Dieser setzte sich im zweiten Halbfinal gegen Landsmann Frances Tiafoe in vier Sätzen durch (4:6, 6:3, 6:3, 7:5).

Für den 23-jährigen Shelton ist es der erste Grand-Slam-Final seiner Karriere, standesgemäss vor heimischem Publikum in New York.
Das Endspiel der US Open findet am Sonntag ab 20 Uhr statt.
















