Kubas Präsident warnt USA vor «unüberwindlichem Widerstand»

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Cuba,

Nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Übernahme Kubas durch die USA hat der Staatschef der Karibikinsel eine Warnung ausgesprochen.

ARCHIV - Der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel demonstriert am 16. Januar 2026 auf einer Kundgebung gegen die Tötung kubanischer Offiziere während der US-Operation in Venezuela....
ARCHIV - Der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel demonstriert am 16. Januar 2026 auf einer Kundgebung gegen die Tötung kubanischer Offiziere während der US-Operation in Venezuela.... - Keystone/AP/Ramon Espinosa

«Selbst im schlimmsten Fall kann sich Kuba einer Sache sicher sein: Jeder externe Angreifer wird auf unüberwindlichen Widerstand stossen», schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf der Plattform X.

Trump hatte zuletzt einen zeitnahen Eingriff der USA ins kubanische Machtgefüge angedeutet und darüber gesprochen, den sozialistischen Staat «in irgendeiner Form zu übernehmen» oder zu «befreien». Faktisch könne er alles mit Kuba machen, was er wolle, sagte er am Montag vor Journalisten. US-Aussenminister Marco Rubio sprach angesichts der schweren Wirtschaftskrise auf der Insel davon, dass ein Führungswechsel notwendig sei.

«Die Verantwortlichen wissen nicht, wie sie das lösen können. Also müssen neue Leute übernehmen», sagte Rubio. Laut US-Medienberichten betrachtet die Regierung in Washington den seit 2019 regierenden Präsidenten Díaz-Canel nicht als die richtige Person, um die von Trump gewünschten wirtschaftlichen und politischen Veränderungen in Kuba voranzutreiben.

Seit der Revolution unter Fidel Castros Führung 1959 sind die Beziehungen zwischen den USA und Kuba angespannt. Ein US-Handelsembargo gegen Kuba ist seit mehr als 60 Jahren in Kraft und hat die Wirtschaftskrise auf der Insel verschärft. Insbesondere seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor gut einem Jahr haben sich die Spannungen nochmals verschärft.

«Die USA bedrohen Kuba fast täglich öffentlich damit, die verfassungsmässige Ordnung gewaltsam zu stürzen», schrieb Díaz-Canel auf X. Trumps Regierung verkünde nicht nur Pläne zur Übernahme Kubas und seiner Ressourcen, sie versuche, das Land wirtschaftlich zu ersticken und eine Kapitulation zu erzwingen. «Nur so lässt sich der erbitterte Wirtschaftskrieg erklären, der als Kollektivstrafe gegen die gesamte Bevölkerung geführt wird», sagte der kubanische Präsident.

Mit Zolldrohungen gegen Lieferanten von Ölexporten nach Kuba und einer Blockade sanktionierter Tanker aus dem südamerikanischen Bruderstaat Venezuela liess Trump die Insel seit Dezember weitgehend vom Zugang zu Öl abschneiden. Allerdings haben die Regierungen in Havanna und Washington parallel dazu bestätigt, dass sie Gespräche führen.

Kommentare

User #3985 (nicht angemeldet)

Unüberwindbarer Widerstand? Die Leute wären sicher froh nur annähernd so leben zu können wie die Amerikaner, einige würden im System wieder hinten runterfallen aber selbst denen würde es besser gehen als heute.

User #2438 (nicht angemeldet)

Und die Welt schaut zu. Aber wir stehen vor der Ernte, was die Welt Jahrhunderte lang gesät hat, wird nun eingefahren. Dabei hatten wir die Chance und Möglichkeiten EINE gerechte Welt für alle Menschen zu erschaffen, wir könnten es noch, es ist erst zu spät wenn es losgeht, aber bei all der Gier wird es wohl kein Wunder geben.

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