Kolumbien bricht mit Kuba - Havanna sieht US-Druck

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Cuba,

Nach Ecuador und Costa Rica will nun auch Kolumbien die diplomatischen Beziehungen zu Kuba kappen – Havanna hat die Pläne scharf kritisiert. Kuba warf der künftigen Regierung Kolumbiens vor, sich einer «Politik der Spaltung und Konfrontation» unterzuordnen. Diese werde seit jeher von den USA gefördert, erklärte das kubanische Aussenministerium.

ARCHIV - Der designierte kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Der designierte kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Ivan Valencia

Kuba wies die Pläne des designierten rechten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella als unbegründet zurück. Sie entsprächen nicht den nationalen Interessen Kolumbiens und stünden im Widerspruch zu den historischen Beziehungen zwischen beiden Ländern, hiess es weiter.

De la Espriella: Keine «Beziehungen zu Tyranneien»

De la Espriella hatte am Sonntag angekündigt, nach seinem Amtsantritt am 7. August die diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua abzubrechen. Seine Regierung werde keine «Beziehungen zu Tyranneien» unterhalten, sagte er. Insgesamt sollen 14 Botschaften und 15 Konsulate geschlossen werden, unter anderem in Algerien, Haiti, Ungarn, Äthiopien und Südafrika. Bei den anderen betroffenen Ländern bedeute diese Massnahme jedoch keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

Bereits im März hatten Ecuador und Costa Rica die diplomatischen Beziehungen zu Kuba abgebrochen. Havanna wertete dies als Teil einer von den USA betriebenen Offensive zur Isolierung der Insel.

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Washington unterstützen nun fast keine lateinamerikanischen Länder mehr den sozialistischen Karibikstaat aktiv. Eine Ausnahme ist die linke Regierung Mexikos. In jüngster Zeit hat die Region einen Rechtsruck erlebt. In Ländern wie Bolivien und Argentinien, die früher enge Verbündete Kubas waren, kamen rechtsgerichtete Politiker an die Macht, die dem US-Präsidenten Donald Trump politisch nahestehen. Auch in Kolumbien löst mit De la Espriella ein rechter Politiker eine linke Regierung ab.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2735 (nicht angemeldet)

Der sogenannte Sozialismus, der sich in der Ralität ja immer zu einer Kleptokratie ausgebildet hat scheint eben dich kein Erfolgsmodell zu sein. Auch wenn der Kapitalismus sicher nicht das Gelbe von Ei ist, so ist bei ihm doch die Möglichkeit grösser sich durch eigene Leistung ein besseres Leben zu erarbeiten. Wer die Wahl hat in sozialistischer Brüderlichkeit zu Hungern oder sich den Arsch aufzureissen um etwas zu erreichen wird wohl letzteres wählen. Wir alle streben doch nach einem Platz an der Sonne und dieser Trieb ist mächtig.

User #6547 (nicht angemeldet)

Ein rechter Wind bläst immer stärker durch das durch den Sozialismus in weiten Teilen verarmte Lateinamerika. Gut so!

Weiterlesen

Velokörbchen
53 Interaktionen
Mies!
sdf
872 Interaktionen
Street Parade

MEHR IN POLITIK

leipzig
13 Interaktionen
US-Medien
hormus
2 Interaktionen
Maskat
5 Interaktionen
Khasab
28 Interaktionen
Madrid/Rom

MEHR AUS CUBA

13 Interaktionen
Havanna
kuba
9 Interaktionen
Havanna
Donald Trump
10 Interaktionen
Washington/Havanna
kuba
7 Interaktionen
Land in Krise