Zweiter Blackout auf Kuba in einer Woche
Auf Kuba ist zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen der Strom komplett ausgefallen. Die Regierung in Havanna macht die USA verantwortlich

Das Wichtigste in Kürze
- Kuba kämpft erneut mit einem inselweiten Stromausfall.
- Das Land befindet sich wegen der maroden Infrastruktur und dem US-Öl-Embargo in einer schweren Krise.
- Washington versucht, eine politische und wirtschaftliche Öffnung zu erzwingen.
Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Tagen ist es auf Kuba zu einem erneuten inselweiten Blackout gekommen. Wie das Energieministerium mitteilte, wurden die Notfallprotokolle zur Wiederherstellung der Stromversorgung aktiviert. Aufgrund der maroden Infrastruktur und eines von den USA seit Monaten verhängten Ölembargos leidet die sozialistische Karibikinsel unter einer schweren Energiekrise.
«Der Zusammenbruch ereignete sich inmitten einer kritischen Energiekrise, unter der das Land bereits schwer zu leiden hat», schrieb «Granma», die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, auf der Plattform X. Vorrangig sei gemäss den Protokollen die Versorgung von Einrichtungen wie Krankenhäusern sicherzustellen, hiess es. Zu den Ursachen des erneuten Ausfalls machte die staatliche Stromgesellschaft UNE zunächst keine Angaben.

Die Regierung in Havanna macht die Sanktionen der USA für die anhaltenden Stromausfälle verantwortlich. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump im Januar Ländern, die Öl nach Kuba exportieren, mit Strafzöllen gedroht. Das führte zu einem nahezu vollständigen Stopp der Lieferungen aus dem Ausland. Die Insel kann nur einen Teil ihres Ölbedarfs decken.
Washington versucht mit verschiedenen Druckmassnahmen, eine wirtschaftliche und politische Öffnung der Insel nach seinen Vorstellungen zu erzwingen.














