US-Verbündeter Costa Rica bricht Beziehungen zu Kuba ab
Costa Rica bricht die Beziehungen zu Kuba ab. Als Gründe werden die Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung angegeben.

Das Wichtigste in Kürze
- Costa Rica bricht die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab.
- Die Botschaft in Havanna wird geschlossen, Kuba soll sei Personal aus Costa Rica abziehen.
- Seit Trump den Druck auf Kuba erhöht hat, distanzieren sich lateinamerikanische Staaten.
Ein enger Verbündeter der US-Regierung in Lateinamerika, das mittelamerikanische Costa Rica, bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab. «Die Regierung Costa Ricas erkennt die Legitimität des kommunistischen Regimes in Kuba nicht an», sagte der konservative Präsident Rodrigo Chaves. Havanna kritisierte die Entscheidung. Costa Rica schliesse sich damit der Offensive der US-Regierung an, Kuba von anderen Ländern der Region zu isolieren.
Als Reaktion auf Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung von Oppositionellen auf Kuba werde die Botschaft von Costa Rica in Havanna geschlossen, sagte Aussenminister Arnoldo André. Kuba sei aufgefordert worden, sein diplomatisches Personal aus Costa Rica abzuziehen. Nur Konsularbeamte dürften bleiben, sagte der Minister.

Damit ist Costa Rica nach Ecuador das zweite lateinamerikanische Land innerhalb von knapp zwei Wochen, das seine diplomatischen Beziehungen zu Kuba abbricht.
Seit der Revolution 1959 unter Fidel Castro sei die kubanische Regierung ein Parasit für andere Länder gewesen, kritisierte der costa-ricanische Präsident Chaves. Genug sei genug. «Sie müssen anerkennen, dass das kommunistische Modell auf Kuba ebenso wie überall dort, wo es eingeführt wurde, gescheitert ist.»
Viele lateinamerikanische Länder distanzieren sich von Kuba
Bis zum Zerfall des Ostblocks in den 1990er Jahren war Moskau Kubas wichtigster wirtschaftlicher und politischer Verbündeter. Danach kam das ölreiche Venezuela zur Rettung. Nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch das US-Militär am 3. Januar hat Kuba jedoch die Unterstützung seines südamerikanischen Bruderstaates und Öllieferanten verloren.
Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Washington unterstützen nun fast keine lateinamerikanischen Länder mehr den sozialistischen Karibikstaat aktiv. Die Ausnahme ist die linke Regierung Mexikos. In jüngster Zeit hat die Region einen Rechtsruck erlebt. In Ländern wie Bolivien und Argentinien, die früher Verbündete von Kuba waren, sind nach Wahlen rechtsgerichtete Politiker an die Macht gekommen, die US-Präsident Donald Trump nahestehen.










