Grüne Waadtländer Nationalrätin Michaud Gigon will in den Ständerat
Die Waadtländer Grünen-Nationalrätin Sophie Michaud Gigon hat ihre Kandidatur für den Ständerat bei den Wahlen im Oktober 2027 angekündigt. Sie plant, gemeinsam mit dem bisherigen SP-Ständerat Pierre-Yves Maillard anzutreten und den Sitz des FDP-Politikers Pascal Broulis zu erobern.

Die Arbeitsweise des Ständerats passe zu ihrer Persönlichkeit, sagte die Grüne in einem Interview mit der Zeitung «Le Matin Dimanche». Die kleine Kammer sei überaltert und sehr auf die kleinen Kantone ausgerichtet. «Mein Kanton hingegen ist gross, dynamisch und fortschrittlich. Ich möchte dies verkörpern und im Ständerat vertreten.»
Als Generalsekretärin der Westschweizer Konsumentenorganisation Fédération romande des consommateurs (FRC) will Michaud Gigon im Ständerat Themen einbringen, die dort ihrer Ansicht nach fehlen. Dazu zählte sie im Interview den Umweltschutz, den ökologischen Umbau der Wirtschaft und die Alltagssorgen der Bevölkerung. Eine Wahl hätte allerdings Konsequenzen für ihre berufliche Tätigkeit, räumte sie ein: «Wenn ich gewählt werde, muss ich mein Berufsleben neu organisieren.»
Obwohl sie «schon immer einen grünen Kompass» habe, beschrieb Michaud Gigon ihr Profil als breit. «Ich mag Etiketten nicht besonders», erklärte sie. Sie sei weltoffen, aber auch protektionistisch in Bezug auf die Landwirtschaft. Weiter sei sie für einen starken sozialen Zusammenhalt, unterstütze aber auch die wirtschaftliche Entwicklung, sofern diese nicht nur vom Markt diktiert werde.
Michaud Gigon wird gemeinsam mit Maillard Wahlkampf machen. Sie habe den Sitz von FDP-Ständerat Broulis im Visier, kündigte sie an. Man ergänze sich gut. «Er ist Gewerkschafter und auf Vorsorge und Arbeitsrecht spezialisiert. Ich kümmere mich um den Verbraucherschutz und habe ein Profil, das auf Wirtschaft und Ökologie ausgerichtet ist. Wir würden ein sehr gutes Duo bilden, um den Alltag der Menschen zu verbessern.»














