Die Grüne Partei setzt sich in der Schweizer Politik für mehr Nachhaltigkeit und Fairness ein. Der Schwerpunkt liegt im Klima- und Umweltschutz.
Grüne Schweiz
Ein Banner mit der Aufschrift «Unser Klima Deine Wahl» an der Delegiertenversammlung der Grüne Schweiz. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grüne Partei der Schweiz engagiert sich aktiv in der Umwelt- und Klimapolitik.
  • Die Partei steht für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit in allen Bereichen der Politik.
  • Die GPS verlangt zudem eine gerechte Steuerpolitik ohne Wettbewerb um tiefe Steuersätze.

Die Grüne Partei der Schweiz konzentriert sich in ihrer politischen Arbeit hauptsächlich auf die Umwelt- und Verkehrspolitik. In der Aussenpolitik vertritt die Partei eine weltoffene Position und in der Wirtschaftspolitik positioniert sie sich eher links.

Umwelt: Schwerpunkt für die Grüne Partei

Das Kernanliegen der Grünen Partei der Schweiz ist der Klimaschutz. Die Partei setzt sich aktiv für die Senkung der Treibhausgasemissionen ein. Nur dann wäre die Senkung der globalen Erwärmung erfolgreich. Deshalb bemühen sich die Grünen um einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern und die Förderung erneuerbarer Energien.

Energiewende Grüne Partei
Utensilien einer Kundgebung der Grünen Partei gegen neue Atomkraftwerke und zur Energiewende. - Keystone

Die GPS fordert auch Massnahmen zur Reduktion des Flug- und Strassenverkehrs, wie zum Beispiel durch die Flugticketabgabe. Sie wehrt sich gegen den Ausbau der Strassen und Autobahnen. Der motorisierte Strassenverkehr schade dem Klima, der Umwelt sowie der Lebensqualität.

Ausserdem ist der Naturschutz für die Partei ein wichtiges Thema. Sie kämpft für eine ökologische Landwirtschaft, Massnahmen zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie eine nachhaltige Verkehrs- und Siedlungspolitik.

Gesellschaft

Die Grünen engagiert sich für den Erhalt und Schutz der Grundrechte. Ausserdem befürwortet sie den Ausbau der Demokratie, wozu sie auch eine transparente Politikfinanzierung zählt. Weiter möchte die Partei ein vermehrtes Stimm- und Wahlrecht der Ausländer und die Reduzierung des Stimmrechtalters erreichen.

Zum Thema Frieden und Sicherheit hat die Partei ebenfalls klare Meinungen. Sie wehrt sich aktiv gegen Waffenexporte und fordert ein internationales Atomwaffen-Verbot. Weiter wird von den Grünen eine Abrüstung der Schweizer Armee und die Förderung des Zivildienstes verlangt.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt ihrer Politik setzt die GPS in der Gleichstellung von Männern und Frauen sowie von LGBTIQ+-Menschen. Die Partei engagiert sich für die Förderung der Lohngleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Grüne Gleichstellung
Grüne Politikerinnen fordern 2011 Gleichstellung statt Geschlechterkampf. - Keystone

Die GPS tritt für starke Sozialversicherungen ein und bekämpft jegliche Art der Diskriminierung und Ausgrenzung.

Ein immer stärker werdender Wettbewerbsdruck im Schweizer Gesundheitswesen wird von der Partei kritisiert. Das Gesundheitssystem solle für alle zugänglich sein und qualitativ hochwertige Versorgung gewähren. Zudem sollten neue Ansätze im Gesundheitswesen gestärkt werden.

Grüne Partei Bildung
Die damalige Präsidentin der Grünen Partei, Ruth Genner, äussert sich 2005 zum Positionspapier der Grünen. - Keystone

Im Bereich der Bildungspolitik verlangt die Grüne Partei gleiche Bildungs- und Weiterbildungschancen für alle. Lebenslanges Lernen solle für alle möglich sein. Hierzu brauche es jedoch ein starkes Bildungssystem sowie ergänzende Angebote wie Kinderbetreuung und Stipendien.

Wirtschaft

Das Wirtschaftssystem der Schweiz verbraucht gemäss der GPS zu viele Ressourcen und schadet der Umwelt und dem Klima. Wirtschaft soll daher nachhaltiger gestaltet werden. Ressourcen sollen wiederverwertet und Abfall reduziert werden.

Neben Nachhaltigkeit hat auch Fairness einen hohen Stellenwert für die Grüne Partei. Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen dazu verpflichtet werden, Menschenrechte und Umweltstandards einzuhalten.

Grüne Schweiz
Die Grünen reichten 1996 die Volksinitiative «Für eine gesicherte AHV – Energie statt Arbeit besteuern», die 2001 vom Stimmvolk abgelehnt wurde. - Keystone

Im Rahmen der Wirtschaftspolitik bemüht sich die Partei um faire Löhne sowie anständige Arbeitsbedingungen. Die Partei wehrt sich zum Beispiel gegen Arbeit auf Abruf.

Schliesslich ist das Engagement der Grünen in der Steuerpolitik ersichtlich. So setzt sich die Partei für eine gerechte Steuerpolitik ein. Dies bedeutet für die GPS, dass Grossverdienende anteilsmässig mehr einzahlen müssen als Menschen mit tiefen Löhnen. Kantone sollen nicht um die tiefsten Steuersätze konkurrieren.

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