Mehrere Abgänge bei Stiftung für die Opfer von Crans-Montana

Keystone-SDA
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Lausanne,

Mehrere Personen sind aus dem Stiftungsrat der Stiftung Beloved zugunsten der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS zurückgetreten. Insgesamt legten vier von neun Mitgliedern des Gremiums ihre Ämter nieder. Unter ihnen sind die Vertreter der Opferfamilien aus Italien, Frankreich und der Schweiz.

Crans-Montana
In der Silvesternacht kam es in Crans-Montana zu einer verheerenden Brand-Katastrophe mit 41 Toten und 115 Verletzten. - keystone

Es seien nicht alle Zurückgetretenen gleichzeitig gegangen, sagte Christian Cardon, der Leiter der Geschäftsstelle der Stiftung, am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte auf Anfrage einen Bericht des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS.

Der Vertreter der Familien der italienischen Opfer, Guido Bertolasso, habe bereits im Juni demissioniert, so Cardon. Der Vertreter der Schweizer Angehörigen von Opfern, Roberto Taibo, habe im August sein Amt abgegeben.

Anstelle Bertolassos nahm demnach der frühere Botschafter Italiens in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, im Vorstand Einsitz. Nachfolgerin Taibos ist Anne de Montmollin, die Direktorin der Westschweizer Stiftung As’trame. Die Organisation unterstützt Familien nach Todesfällen oder in anderen schwierigen Lebenssituationen.

Mitte August traten gemäss Cardon zudem die Lausanner Rechtsprofessorin Anne-Christine Fornage sowie der französische General Jacques Hébrard zurück. Für sie würden Nachfolger gesucht. Cornado hob auf Anfrage hervor, sein Vorgänger sei aus zeitlichen Gründen zurückgetreten, nicht wegen Meinungsverschiedenheiten.

Man habe die Gelegenheit genutzt, zu Beginn der Tätigkeit der Stiftung notwendige Anpassungen vorzunehmen, erklärte seinerseits Cardon. Die Stiftung sei dazu da, die Betroffenen der Brandkatastrophe langfristig zu begleiten: «Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass wir auf einer soliden Grundlage starten.»

Die Stiftung Beloved wurde am 27. März auf Initiative des Kantons Wallis gegründet. Zum 1. Juli dieses Jahres verfügte sie über Spenden oder Spendenzusagen in Höhe von rund 24 Millionen Franken. Das Geld stammt von den Kantonen Wallis und Waadt, von der Gemeinde Crans-Montana sowie von privaten Spendern. Präsidentin des Stiftungsrats ist die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard.

Kommentare

User #2054 (nicht angemeldet)

Auch hier. Das ist ein Thema, das noch Jahren dauern wird.

User #2391 (nicht angemeldet)

Bei dieser Präsidentin würde ich auch zurücktreten!

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