Athletissima: Audrey Werro siegt, verpasst Weltrekord aber deutlich
Auf der Pontaise glänzt Europameisterin Audrey Werro erneut. Alle Schweizer Resultate des Leichtathletik-Meetings in Lausanne zum Nachlesen.

Im Überblick
14Am Donnerstag eröffnete Stabhochsprung-Superstar Armand Duplantis auf dem Place de la Navigation die Athletissima in Lausanne: Der schwedische Überflieger gewann den City Event am Genfersee souverän, seinen Weltrekord-Versuch von 6,32 Metern packte er aber nicht.
Vor einer Woche kürte sich Audrey Werro in Birmingham über 800 m zur Europameisterin. Und auch in Lausanne holt sie den Sieg – den Weltrekord aber verpasst sie deutlich.
Sie verspüre etwas Müdigkeit, sagt sie gegenüber «SRF». Denn nach der EM sei sie nur zwei Tage zu Hause gewesen. Das sei keine gute Erholung.

Dennoch sei es schön, in ihrer Heimat auflaufen zu können. Druck verspüre sie keinen. «Es herrscht eine gute Energie hier.»
Zum Rennen sagt sie, dass es sehr schnell gewesen sei. «Und am Ende war es etwas schwieriger als geplant. In Birmingham war es einfacher.»
Der Sieg mache sie sehr glücklich. Doch sie brauche jetzt etwas Erholung, sagt Werro. «Dann bin ich sicher, dass ich die Saison gut beenden kann.»
1:55:33 – nächster Sieg und neuer Meeting-Rekord für Audrey Werro! Den Weltrekord (1:53,28 Minuten) aus dem Jahr 1983 verpasst sie um gut zwei Sekunden. Zweite wird die EM-Bronzegewinnerin Broeders-Bol (NED), Tsehaye (ETH) Dritte.
Zufrieden sein können auch die Schweizerinnen Vancardo (4.) und Rosamilia (5.).
Auf der Pontaise gibt sich heute Abend die Leichtathletik-Weltelite die Ehre. Dabei dürfte es auch einige Schweizer Erfolgserlebnisse geben. Der grosse heimische Trumpf ist die frischgebackene 800-Meter-Europameisterin Audrey Werro.

Die 22-Jährige träumt beim Heimspiel sogar vom Weltrekord auf ihrer Parade-Distanz. In Lausanne sind wieder Pacemaker dabei, in Paris lief Werro bereits 1:53,80 – nur 52 Hundertstel über dem Uralt-Rekord von 1983.
Starke Konkurrenz hat Stabhochsprung-Europameisterin Angelica Moser: Mit der australischen Olympiasiegerin Nina Kennedy und der US-amerikanischen Weltmeisterin Katie Moon sind die Top-Favoritinnen mit dabei. Sieben von zehn Gegnerinnen sind keine Europäerinnen.

Um Wiedergutmachung bemüht sind die beiden EM-Vierten Fabienne Hoenke (200 Meter) und Ditaji Kambundji (100 m Hürden). Der EM-Silbermedaillengewinner Simon Ehammer trifft im Weitsprung erneut auf den griechischen Europameister Miltiadis Tentoglou.














