Coronavirus

    Deutscher Aussenhandel blickt auf trostloses Corona-Jahr zurück

    AFP
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    Deutschland,

    Die Corona-Krise hat dem Aussenhandel der Exportnation Deutschland ein desaströses Jahr beschert - für die Zukunft sieht die Branche aber dennoch das Potenzial für ein «wirtschaftliches Durchstarten».

    Containerverladung in Dortmund
    Containerverladung in Dortmund - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • BGA erwartet Exportrückgang von mindestens zwölf Prozent.

    Wie der Bundesverband Grosshandel, Aussenhandel, Dienstleistungen (BGA) am Dienstag mitteilte, wird bis zum Jahresende ein Exportrückgang von mindestens zwölf Prozent erwartet. Die Jahresbilanz falle im Aussenhandel wie auch im Grosshandel angesichts des erneuten Herunterfahrens der Wirtschaft in Europa «trostlos» aus.

    «Das Corona-Virus verzeiht keine Fehler und Nachlässigkeiten», erklärte BGA-Präsident Anton Börner. «So zeigt der aktuelle Rückschlag, dass eine halbherzige Pandemiebekämpfung einen hohen, bei Weitem nicht nur wirtschaftlichen Preis kostet», fügte er hinzu.

    «Doch die deutsche Wirtschaft ist stark, und trotz des scharfen Einschnitts stehen die Strukturen hierzulande bereit zum Durchstarten - dank vielfältiger Initiativen und dem Rückgriff auf eigene Reserven sowie umfangreicher Stabilitätshilfen», betonte Börner. Laut einer aktuellen BGA-Unternehmerumfrage sind diese mit der bisherigen Krisenpolitik überwiegend zufrieden - nur knapp jeder siebte Befragte hält sie demnach für unzureichend.

    Eine rasche wirtschaftliche Erholung sei möglich, «wenn Impfstoffe ausreichend zur Verfügung stehen und wir die richtigen Lehren aus der Krise ziehen», mahnte der BGA-Präsident. «Mehr denn je liegt Deutschlands Zukunft in einem starken Europa, das seine geopolitische Rolle nach und nach annimmt, sich unabhängiger macht und in einer zunehmend multipolaren Welt eigene Akzente setzt, etwa mit neuen Handelsabkommen.» Ohne Europa hätte Deutschland künftig zwischen den USA und China «nichts zu melden», gab Börner zu bedenken.

    Mit Blick auf den Austritt Grossbritanniens aus der EU erklärte der BGA-Präsident, dass die Einigung zwischen Brüssel und London auf ein Post-Brexit-Handelsabkommen «sprichwörtlich auf den letzten Metern» ein wichtiges Signal für die Wirtschaft sei, sie in der aktuellen Krisensituation nicht zusätzlich zu belasten. Allerdings werde auch mit einem «weichen» Brexit eine Vielzahl von Veränderungen auf die Unternehmen zukommen - etwa durch steigenden bürokratischen Aufwand und Einfuhrkontrollen.

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