Laut einem Pfizer-Forscher dürfte die Pandemie noch andauern. Die Impfverteilung und mögliche Varianten des Coronavirus sollen einen Einfluss haben.
Coronavirus
Laut Pfizer müssen wir uns noch lange mit Maskenpflicht und Zertifikat auseinandersetzen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Noch bis 2024 soll die Corona-Pandemie laut dem Pfizer-Chefwissenschaftler dauern.
  • Dank der Impfung und Medikamenten habe die Menschheit aber einen Schutz.
  • Er fordert auch eine gerechtere Impfverteilung auf der Welt.

Seit bald zwei Jahren dominiert das Coronavirus praktisch jeden Aspekt des Lebens: Lockdown, Einschränkungen, Masken, zwei Abstimmungen und unzählige Demonstrationen. Mit der Einführung der Impfstoffe kam die Hoffnung auf, dass das alles schon bald vorbei sein wird. Die neue Variante Omikron machte die Hoffnung aber zunichte. Und der Chefwissenschaftler von Pfizer stellt eine düstere Prognose auf.

Bis ins Jahr 2024 soll die Pandemie noch dauern, prognostizierte Mikael Dolsten an einer Präsentation, über die die «Kronen-Zeitung» berichtet. Danach soll das Virus nur noch örtlich begrenzt auftreten.

Pfizer-Wissenschaftler warnt vor weiteren Mutanten des Coronavirus

Bis dahin könne es aber zu grossen regionalen Unterschieden kommen. In gewissen Teilen der Erde gebe es auch in den nächsten zwei Jahren hohe Fallzahlen. In anderen hingegen werde das Coronavirus kaum mehr kursieren.

Der Verlauf der Pandemie sei aber stark von möglichen weiteren Mutanten abhängig. Die ansteckendere Omikron-Variante zeigt aktuell, wie schnell sich die Situation verschärfen kann. Auch der «effektive Einsatz» von Impfstoffen und Medikamente beeinflusse den Verlauf.

Corona Pfizer
Die Impfung von Pfizer und Biontech gegen das Coronavirus. - dpa-infocom GmbH

Diese seien auch der Lichtblick, den Molten an der Präsentation für Investoren gab: Dank Medikamenten und Vakzinen habe die Menschheit einen Schutz vor dem Coronavirus. Letztere würden sowohl schwere Verläufe als auch Hospitalisierungen verhindern. Die Corona-Pille Paxlovid könne zusammen mit antiviralem Ritovanir das Risiko einer Spitaleinweisung stark senken, so Dolsten.

Chefwissenschaftler Mikael Dolsten sprach auch die Wichtigkeit einer gerechten Impfverteilung an. So müssten auch genügend Dosen die meist ärmeren Länder erreichen, in denen die Impfquote noch niedrig sei.

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