Die EU-Arzneimittelbehörde EMA leitete das Prüfverfahren für den auf die Omikron-Variante angepassten Impfstoff von Moderna gegen das Coronavirus ein.
Coronavirus
Dank Impfstoff: Moderna verdient wegen Corona-Impfstoff weiter glänzend. - Jenny Kane/AP/dpa/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft einen auf die Omikron-Variante angepassten Impfstoff.
  • Der Impfstoff ist vom US-Hersteller Moderna und soll deutlich mehr Antikörper erzeugen.

Der Impfstoff, der von der EU-Arzneimittelbehörde EMA geprüft wird, soll besser vor einer Infektion der Omikron-Variante schützen. Dies teilt die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die Experten werden zunächst die Daten aus Laborstudien prüfen sowie Daten zur Zusammensetzung, Herstellung und zum Kontrollverfahren.

Das US-Unternehmen hatte am 8. Juni erste Daten zur Wirksamkeit seines angepassten Corona-Impfstoffes vorgestellt.

Der neue Impfstoff gegen das Coronavirus zeigt erste Erfolge

Die 437 Probanden, die das neue Präparat als zweiten Booster erhalten hatten, hatten nach einem Monat deutlich mehr neutralisierende Antikörper. Dies im Vergleich nach einer Booster-Impfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen Omikron.

Moderna
Ein auf die Omikron-Variante angepasster Impfstoff von Moderna wird geprüft. Er soll einer möglichen welle des Coronavirus im Herbst zuvorkommen. - Sven Hoppe/dpa

Nach dem beschleunigten Prüfverfahren werden Daten aus Tests und Studien laufend bewertet. Dies, auch wenn noch nicht alle Daten vorliegen und noch kein Zulassungsantrag gestellt wurde. Gesundheitsbehörden der EU-Staaten sollen rechtzeitig vor einer möglichen neuen Infektionswelle im Herbst über angepasste Impfstoffe verfügen. Genau das soll das schnelle Verfahren gewährleistet.

Erst am Mittwoch hatte die EMA das Prüfverfahren für einen auf Virusvarianten angepassten Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech gestartet. Wie lange die Prüfungen dauern werden, ist nicht bekannt. Bisher ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Coronavirus zielt.

Mehr zum Thema:

Herbst Pfizer Daten Coronavirus EU