Meghan Markle: Britische Medienaufsicht nennt Hasskolumne sexistisch

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Es ist eine Premiere: Erstmals hat die britische Medienaufsicht einer Beschwerde wegen geschlechtlicher Diskriminierung stattgegeben – wegen Meghan Markle.

meghan markle
Meghan Markle in ihrer Netflix-Doku. - Netflix

Das Wichtigste in Kürze

  • Letztes Jahr hatte Autor Jeremy Clarkson Herzogin Meghan in einer Kolumne angefeindet.
  • Daraufhin gingen bei der britischen Medienaufsicht 25'000 Beschwerden ein.
  • Nun hat die Aufsicht die Hasskolumne gegen die Herzogin für sexistisch erklärt.

Die britische Medienaufsicht hat eine Hasskolumne gegen Meghan Markle als sexistisch gebrandmarkt. Es war das erste Mal, dass die Independent Press Standards Organisation (Ipso) einer Beschwerde wegen geschlechtlicher Diskriminierung stattgab.

Einige Kommentare des Autors Jeremy Clarkson in der Zeitung «Sun» seien «abwertend und voreingenommen». Das teilte Ipso in der Nacht zum Samstag mit. Die Ehefrau von Prinz Harry sei in dem Text belästigt worden.

Die «Sun» muss nun eine Zusammenfassung der Ipso-Entscheidung auf derselben Seite drucken, wo sonst die Kolumne erscheint. Zudem muss sie sowohl auf der Titelseite als auch online darauf hinweisen. Die Boulevardzeitung teilte mit, sie akzeptiere, dass «mit Meinungsfreiheit auch Verantwortung» einhergehe.

Autor träumte davon, Meghan Markle nackt durch Städte zu treiben

Clarkson hatte Mitte Dezember unter anderem geschrieben, er «hasse Meghan». Er träume davon, dass die 41-Jährige nackt durch britische Städte getrieben und von einer Menge mit Exkrementen beworfen werde.

Weiter hiess es, Meghan Markle habe wegen ihrer Sexualität Macht über Harry. Ipso urteilte, dies nähre Vorurteile, dass Frauen ihre Sexualität ausnutzen, um Einfluss auszuüben. Clarkson habe Meghan zudem als «speziell weibliches negatives Vorbild dargestellt».

Meghan Markle
Der britische Moderator Jeremy Clarkson. - Nick England/Getty Images

Wegen der Kolumne waren bei Ipso mehr als 25'000 Beschwerden eingegangen, so viele wie noch nie. Moderator Clarkson hatte sich für seine Wortwahl entschuldigt, doch Meghan und Harry hatten diesen Schritt als halbherzig abgetan.

Haben Sie die Meghan-Hasskolumne von Jeremy Clarkson gelesen?

Der Artikel sei «schrecklich, verletzend und grausam», betonte Harry. Clarkson habe Menschen auf der ganzen Welt dazu ermutigt, zu glauben, dass dies eine akzeptable Art sei, Frauen zu behandeln.

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