Abstimmung

    Haslimann (SVP): «Kaum ist die Abstimmung vorbei, tönt es anders!»

    Alexander Haslimann
    Alexander Haslimann

    Region Zug,

    Kantonsrat Alex Haslimann äussert sich im Gastbeitrag über die Abstimmung zur SVP-Initiative. Kaum ist die diese vorbei, tönt es plötzlich anders, sagt er.

    Alexander Haslimann SVP
    Alexander Haslimann ist Kantonsrat von Zug und Präsident der SVP Risch-Rotkreuz. - zVg

    Die Nachhaltigkeitsinitiative wurde von FDP, Mitte, GLP, Grünen und SP bekämpft.

    Wer auf Wohnungsnot, Verkehrsüberlastung, überfüllte Schulen oder Integrationsprobleme hinwies, wurde belehrt: Das Problem sei nicht die Zuwanderung, sondern es müsse einfach mehr gebaut, geplant und investiert werden.

    Kaum ist die Abstimmung vorbei, tönt es plötzlich anders.

    Nun wird von Wachstumsproblemen gesprochen. Arbeitgeber sollen mehr inländische Arbeitskräfte beschäftigen.

    Ältere Stellensuchende sollen bessere Chancen erhalten. Deutschkenntnisse und Integration werden eingefordert. Selbst die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit werden zunehmend kritisch diskutiert.

    Damit übernehmen dieselben Parteien genau jene Argumente, welche die Befürworter der Nachhaltigkeitsinitiative seit Jahren vorbringen.

    Zuwanderung
    Am Abstimmungssonntag wurde die SVP-Initiative zur «10-Millionen-Schweiz» versenkt. - keystone

    Besonders bemerkenswert ist dies bei der FDP. Während sie die Initiative als untauglich bekämpfte, präsentiert sie heute praktisch dieselbe Problemanalyse.

    Anerkannt werden Wohnungsdruck, Infrastrukturengpässe und Integrationsprobleme. Nur bei der Ursache drückt man sich weiterhin vor einer ehrlichen Diskussion.

    Wer die Folgen des Bevölkerungswachstums beklagt, gleichzeitig aber jede wirksame Begrenzung ablehnt, bekämpft nicht die Ursache, sondern lediglich die Symptome.

    Die Schweiz ist nicht wegen möglichst hoher Zuwanderung erfolgreich geworden. Sie ist erfolgreich geworden dank Fleiss, Innovation, Stabilität und ihrem dualen Bildungssystem.

    Gerade deshalb wäre es höchste Zeit, dass insbesondere international tätige Unternehmen wieder stärker auf die Ausbildung von Lernenden, älteren Arbeitskräften und das inländische Potenzial setzen, statt reflexartig nach zusätzlichen Fachkräften im Ausland zu rufen.

    Hast du für die «10-Millionen»-Initiative gestimmt?

    Zum Autor

    Alexander Haslimann (*1974) lebt in Rotkreuz ZG und ist Solution Manager Marketing & Campaign Management. Er ist Zuger Kantonsrat und Präsident der SVP Risch-Rotkreuz.

    Die Probleme waren bereits vor der Abstimmung bekannt. Neu ist lediglich, dass sie nun auch von den Gegnern nicht mehr bestritten werden können.

    Ich hoffe inständig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger im Oktober daran erinnern, wem sie ihr Vertrauen bei den Wahlen schenken.

    Kommentare

    User #1045 (nicht angemeldet)

    WIR WOLLEN ENDLICH DIE 20 MILLIONEN SCHWEIZ!

    User #5146 (nicht angemeldet)

    SVP Firmen importieren Fachkräfte, Bauern holen Erntehelfer. Und was machen die Briefkästen in Zug?

    Weiterlesen

    Expat-Gemeinden
    547 Interaktionen
    Ist es «zu viel»?
    SVP
    750 Interaktionen
    SVP geschwächt?
    svp
    188 Interaktionen
    10 Mio.
    Weiterbildung
    Weiterbildung hilft

    MEHR ABSTIMMUNG

    Darum geht's
    2 Interaktionen
    Graubünden
    BAZ_144092-Print (1)
    1 Interaktionen
    Abstimmung
    Bütschwil-Ganterschwil SG
    Bütschwil

    MEHR AUS ZUG

    Für Solange Emmenegger ist die Arbeit als Cheftrainerin extrem erfüllend. - zVg
    Rund 100 Mitglieder
    EV Zug
    Mitteldrittel schwach
    Halskette
    Kanton Zug
    Risch-Rotkreuz ZG
    Risch-Rotkreuz