Mit Schweizer Technologie funken Satelliten besser
Das Start-up Lepto entwickelt Bauteile für Terahertz-Strahlung – eine Technologie für schnellere Datenübertragung im All.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Empa-Spin-off entwickelt Komponenten für Terahertz-Strahlung.
- Die Technologie könnte Satellitenkommunikation und Mobilfunk beschleunigen.
- Auch Anwendungen in Medizin und Sicherheitskontrollen sind denkbar.
WLAN, Bluetooth und Mobilfunk nutzen heute bestimmte Bereiche des elektromagnetischen Spektrums. Dazwischen liegt ein Bereich, der lange kaum genutzt wurde: die sogenannte Terahertz-Strahlung. Ein Start-up aus Dübendorf will das ändern. Das Empa-Spin-off Lepto GmbH entwickelt ultradünne Bauteile, die Terahertz-Strahlung gezielt filtern und steuern können.
Bisher ungenutzter Frequenzbereich
Terahertz-Strahlung liegt zwischen Infrarotlicht und den Mikrowellen, die heute für drahtlose Kommunikation verwendet werden. Lange fehlten geeignete Technologien, um diese Strahlung effizient zu erzeugen und zu messen. In den vergangenen Jahren hat sich das geändert. Forschende sehen darin grosses Potenzial für Kommunikation, Medizin und Materialforschung.
Besonders interessant könnte die Technologie für Satelliten werden. Terahertz-Strahlung ermöglicht sehr hohe Datenraten und damit eine schnellere Übertragung von Informationen. Weil die Wellen kürzer sind als bei heutigen Funktechnologien, eignen sie sich besonders für die Kommunikation zwischen Satelliten oder zwischen Satelliten und der Erde.
Für die Raumfahrt zählt zudem jedes Gramm Gewicht. Genau hier setzt Lepto an: Die von den Forschenden entwickelten Filter bestehen aus hauchdünnen Polymerfolien mit mikroskopisch feinen Goldstrukturen. Sie sind nur etwa einen Mikrometer dick und entsprechend leicht.
Potenzial für 6G und Medizin
Auch auf der Erde könnte Terahertz-Technologie künftig eine Rolle spielen. Sie gilt als möglicher Baustein für den Mobilfunkstandard 6G, der nach 5G noch höhere Datenraten ermöglichen soll. Darüber hinaus arbeiten Forschende an medizinischen Anwendungen. Da Terahertz-Strahlung nicht ionisierend ist, gilt sie als schonender als Röntgenstrahlung. Denkbar sind etwa Untersuchungen von Hautgewebe, Wunden oder oberflächlichen Blutgefässen.
Schweizer Raumfahrt im Mittelpunkt der Tage der Technik 2026
Die Tage der Technik 2026 am 22. September in Lausanne und am 24. September in Dübendorf geben einen fundierten Überblick über die Schweizer Raumfahrt – von der historischen Rolle bis zu den aktuellen technologischen und wirtschaftlichen Perspektiven im New-Space-Zeitalter. Vertreter aus Behörden, Wissenschaft und Industrie zeigen, wo die Schweiz heute steht und welche Chancen sich für Technik, Wirtschaft und Gesellschaft eröffnen. Weiter Infos und Anmeldung unter www.tage-der-technik.ch.













