In Italien müssen nun alle, die nationale Bildungseinrichtungen betreten, das Zertifikat vorweisen. Schüler sind davon ausgenommen.
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Studenten lassen sich vor einer italienischen Uni impfen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien weitet die Zertifikatspflicht im Bildungswesen aus.
  • Nun müssen auch Putzleute und Kantinen-Angestellte von Schulen den Nachweis erbringen.

Italiens Regierung hat die Corona-Nachweispflicht im Bildungs- und Pflegebereich ausgeweitet. Wer Einrichtungen im nationalen Bildungssystem betreten will, muss nachweislich gegen Covid-19 geimpft, davon genesen getestet sein. Dies teilte die Regierung am späten Donnerstagabend mit.

In Italien werden diese Nachweise unter dem Begriff «Green Pass» (Grüner Pass) zusammengefasst. Die Regelung gilt damit für Schulen, aber auch Einrichtungen, in denen zum Beispiel Abend- oder Weiterbildungskurse abgehalten werden.

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Demonstranten und Mitglieder der rechtsextremen Organisation Forza Nuova halten ein Schild mit der Aufschrift «No Green Pass» bei einem Protest gegen die Restriktionen des sogenannten Grünen Passes. Foto: Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa - dpa-infocom GmbH

Die Regierung hatte die «Green Pass»-Pflicht bereits für die Lehrer zum im September beginnenden Schuljahr eingeführt. Nun sind alle, also auch externe Arbeitskräfte, davon eingenommen, die zum Beispiel in der Schulkantine tätig sind oder sauber machen.

Wer diesen Nachweis nicht hat, kann damit nicht zur Arbeit kommen. Von der Regelung ausgenommen sind die Schüler. An den Universitäten brauchen dagegen alle den Nachweis. Für die Kontrollen ist immer die Leitung der jeweiligen Einrichtung zuständig, wie weiter aus der Mitteilung hervorging.

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Das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi einigte sich auch darauf, ab dem 10. Oktober den «Green Pass» für das Personal in Alten- und Pflegeheimen vorzuschreiben. Sowohl im Bildungs- als auch im Pflegebereich gelten die Massnahmen zunächst bis Ende des Jahres, teilte die Regierung weiter mit.

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