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Medien: US-Regierung spielt Wechsel an Kubas Spitze durch

Keystone-SDA
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Cuba,

Laut Berichten erwägt die US-Regierung ihre Optionen für einen Regierungssturz in Kuba. Nach dem Sturz Maduros scheint die Regierung in Havanna schwach zu sein.

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Donald Trump tönt immer wieder einen Regierungswechsel in Kuba an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung prüft Optionen, um einen Regierungswechsel in Kuba herbeizuführen.
  • Eine Möglichkeit soll die vollständige Blockade von Ölimporten sein.
  • Donald Trump hat schon einige Male den Sturz der sozialistischen Regierung angedeutet.

Die US-Regierung erwägt Medienberichten zufolge verschiedene Optionen, um auf einen Regierungswechsel in Kuba hinzuwirken. Zur Diskussion stehe etwa eine vollständige Blockade der Ölimporte in dem sozialistischen Karibikstaat, berichtet «Politico» unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Personen. Einige Kritiker der Regierung in Havanna innerhalb des Teams von US-Präsident Donald Trump sind demnach für eine solche Eskalation, die auch US-Aussenminister Marco Rubio unterstütze.

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Miguel Díaz-Canel ist der Präsident von Kuba. - keystone

Dem Bericht zufolge gibt es aber noch keine Entscheidung, ob eine solche Massnahme tatsächlich umgesetzt werden soll. Es handelt sich demnach um eine mögliche Massnahme, die Trump vorgelegt werden könnte, um ein Ende der aktuellen Regierung herbeizuführen. Es gebe auch Diskussionen innerhalb der US-Regierung, ob ein solcher Schritt überhaupt notwendig wäre – angesichts dessen, dass die kubanische Wirtschaft durch den Verlust venezolanischen Öls ohnehin schon stark angeschlagen sei.

Nach Informationen des «Wall Street Journal» sucht Trumps Regierung nach Personen im Umfeld der kubanischen Regierung, die dabei helfen könnten, einen Deal auszuhandeln, um die Regierung in Havanna bis Ende des Jahres zu stürzen.

In der US-Regierung gebe es noch keinen konkreten Plan, aber die Einschätzung, dass die kubanische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch stehe und die Regierung noch nie so schwach gewesen sei wie aktuell – nach dem Sturz des verbündeten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro.

Kuba gibt sich kämpferisch

Trump hatte Kuba jüngst dazu aufgerufen, einen Deal zu machen, ohne dabei auszuführen, welche Art von «Deal» er meint. Der US-Präsident hatte auf Truth Social auch mehrere Beiträge repostet, in denen Nutzer auf einen möglichen, durch die USA herbeigeführten Regierungswechsel in Kuba hinfieberten.

Die Regierung in Havanna wiederum gab sich kämpferisch. Die kubanische Führung werde nicht unter Druck mit der US-Regierung verhandeln und keine politischen Zugeständnisse machen, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel vergangene Woche bei einer Kundgebung.

Die Karibikinsel steckt in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit dem Sieg der Revolution von Fidel Castro 1959. Unter anderem mangelt es an Treibstoff. Sollten die USA die Lieferungen von Öl aus Venezuela dauerhaft unterbinden, könnte die kubanische Wirtschaft vollends zusammenbrechen.

Kommentare

User #2019 (nicht angemeldet)

Typisch USA. Länder Kapputt sanktionieren und dann den grossen Retter spielen. Demokratie ist was ganz schönes

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