In Wien diskutiert man über die Corona-Lockerungen für Österreich. Eine gemeinsame Linie gibt es jedoch nicht.
Sebastian Kurz Bundeskanzler Österreich
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich wird momentan die weitere Corona-Strategie besprochen.
  • Trotz einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz wurde auf kontrollierte Lockerungen plädiert.
  • Am Montag wurden in Österreich binnen eines Tages 2412 Neuinfektionen verzeichnet.

In Österreich haben die Beratungen der Regierung mit den Ministerpräsidenten über die weitere Corona-Strategie begonnen. Grund dafür ist der besonders hohe Montagswert bei den Neuinfektionen. Unmittelbar vor der Sitzung zeichnete sich keine einheitliche Linie ab.

Verlagerung ins Private

Einzelne Länderchefs plädierten trotz einer teils sehr hohen Sieben-Tage-Inzidenz für kontrollierte Lockerungen. Dies, um eine Verlagerung des Infektionsgeschehens ins Private zu verhindern. Umstritten ist auch der Vorschlag, die Osterferien zu verlängern, da sich die britische Virus-Variante besonders unter Kindern ausbreite.

Coronavirus - Österreich
Eine Fussgängerin geht an abgesperrten Bereichen vor Cafés in Wien vorbei. Wegen des Coronavirus ist die Gastronomie noch immer geschlossen. - dpa

Am Montag wurden in Österreich binnen eines Tages 2412 Neuinfektionen verzeichnet – der höchste Montagswert seit Mitte Dezember. In den Kliniken und ihren Intensivstationen liegen immer mehr Covid-19-Erkrankte. Besonders im Osten des Landes hat sich die Lage zuletzt zugespitzt.

Hinweise auf grosse Dunkelziffer

Die österreichweite Inzidenz liegt inzwischen knapp unter 240. In einzelnen Bundesländern wie Vorarlberg oder auch Tirol ist die Situation aber deutlich besser. Es mehren sich wieder die Hinweise auf eine grosse Dunkelziffer bei den Infizierten. So waren in Wien die Hälfte aller, die positiv getestet wurden, zu diesem Zeitpunkt symptomfrei.

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