Bekannter Corona-Intensivmediziner Peter Steiger verstorben
Peter Steiger war zu Zeiten des Coronavirus Intensivmediziner am Unispital Zürich. Im Fernsehen wurde er der Öffentlichkeit bekannt. Nun ist er verstorben.

Das Wichtigste in Kürze
- Intensivmediziner Peter Steiger ist im Alter von 58 Jahren gestorben.
- Er hatte während Corona am Unispital Zürich alle Hände voll zu tun und informierte im TV.
- Nach einer Krebsdiagnose 13 Monate zuvor ist Peter Steiger Ende Januar verstorben.
Ende Januar ist Intensivmediziner Peter Steiger im Alter von 58 Jahren gestorben.
Der Arzt war während der Corona-Pandemie im Fernsehen zu sehen und gab Auskunft über die Behandlung von Covid-19-Patienten im Universitätsspital Zürich.
Steiger sprach etwa im Jahr 2020 von «sehr anstrengenden Zeiten» und «sehr instabilen» und «aufwändigen» Patienten.
Beim Universitätsspital arbeitete Steiger zwei Jahrzehnte lang. Seine Positionen lauteten Ober- und Leitender Arzt Chirurgische Intensivmedizin, Ärztlicher Abteilungsleiter Chirurgische Intensivmedizin und Stellvertretender Direktor Institut für Intensivmedizin.
Lange Karriere am Unispital Zürich
Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) erinnert nun in einem Nachruf in der Februar-Ausgabe seines Journals an sein Ehrenmitglied.
Steiger habe «wesentlich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Assistenzärztinnen und -ärzte sowohl im Kanton als auch schweizweit» beigetragen.
Ende des Jahrtausends war er am Zürcher Bleistiftstreik beteiligt, bei dem Assistenz- und Oberärzte gegen Arbeitszeiten von über 65-70 Stunden pro Woche gekämpft hatten.
«Er spielte auch bei den nachfolgenden Verhandlungen zum Zürcher Gesamtarbeitsvertrag eine Schlüsselrolle», schreibt Rudolf Reck, ehemaliger Präsident und Geschäftsführer des VSAO Zürich und langjähriger Weggefährte.
Und weiter: «Dass das beeindruckte Parlament in Bern bald darauf das Arbeitsgesetz zugunsten der Assistenzärztinnen und -ärzte änderte, war mit seinem Verdienst.»
Peter Steiger amtete viele Jahre als Vizepräsident und Mitglied der Geschäftsleitung beim VSAO Zürich.
Er habe sich auch zu Zeiten als Intensivmediziner beim Unispital Zürich «mutig den schwierigsten Fragen» gestellt. «In vielen Radio- und Fernsehinterviews zeigte er sein Wissen und gleichzeitig seine Empathie für Menschen in verzweifelter Lage», so Reck.
«Der Tod ist unausweichlich»
Am 26. Januar starb Peter Steiger an den Folgen eines fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms (Bauchspeicheldrüsenkrebs), das 13 Monate zuvor diagnostiziert worden war.

Auf seinem LinkedIn-Account wurde eine Nachricht Steigers veröffentlicht, die er vor seinem Tod verfasst hatte. Darin schrieb der Intensivmediziner unter anderem:
«Der Tod ist leider unausweichlich und muss akzeptiert werden – ganz nach meinem Motto: Akzeptiere, was du nicht ändern kannst. Ich wünsche Euch für die Zukunft viele schöne Augenblicke, dass Ihr Eure Wünsche erfüllen könnt und vor allem beste Gesundheit.»














