Taxis & Flüge: Zugerin schildert Flucht aus Dubai

Antun Boskovic
Antun Boskovic

Region Zug,

Eine Zugerin befand sich beim Kriegsausbruch mit ihrer zehnjährigen Tochter in Dubai. Sie schildert ihre Flucht via Oman und Türkei. Dabei erkrankte das Kind.

Dubai Rauch
Eine schwarze Rauchwolke steigt aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, nachdem am Sonntag, dem 1. März 2026, Berichte über iranische Angriffe in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, eingegangen sind. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mutter und das Kind flüchteten mit dem Taxi in den Oman.
  • Die zehnjährige Tochter litt dabei an Fieber und Übelkeit.
  • In der Türkei verpassten sie den Anschlussflug & mussten um Mitternacht ein Hotel suchen.
  • Seit Freitagnachmittag befinden sie sich wieder in der Schweiz.

Eine Zugerin und ihre zehnjährige Tochter sind nach einer dramatischen Reise aus Dubai wieder sicher in der Schweiz angekommen. Die beiden landeten am Freitagnachmittag am Flughafen Zürich. Ihre Odyssee hatte vor einer Woche begonnen, als der Iran-Krieg begann.

Joëlle Vock hatte seit dem vergangenen Samstag versucht, einen Heimflug zu finden, wie sie «Zentralplus» erzählt. Wegen des Iran-Kriegs wurden viele Flüge gestrichen. Die verfügbaren Verbindungen waren bereits ausgebucht.

Zweimal buchte die Zugerin neue Flüge. Beide Male erhielt sie eine Stornierung. Am Mittwoch entschied sie sich für eine alternative Route über den Oman.

Taxifahrt wird zum Hindernislauf

Die geplante Fahrt nach Muscat gestaltete sich schwieriger als erwartet. An der Grenze zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman mussten Mutter und Tochter das Fahrzeug wechseln.

«Mittlerweile hatten sich jedoch offenbar in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die Regeln geändert und Fahrzeuge aus Dubai dürfen nun nicht mehr nach Oman einreisen», erzählte Vock gegenüber dem Nachrichtenportal.

Ein omanisches Taxi brachte die beiden schliesslich zum Flughafen Muscat. Die Situation wurde zusätzlich durch die Erkrankung der Tochter erschwert: Das Mädchen litt seit Mittwochabend unter hohem Fieber und Übelkeit.

Am Flughafen Muscat warteten die Passagiere lange im Flugzeug. «Vermutlich, weil im Flugkorridor nur eine gewisse Anzahl Flieger zugelassen war», sagt Vock.

Flug nach Istanbul dauert länger als geplant

Der Flug nach Istanbul verlief nicht nach Plan. Wegen der Kriegssituation musste das Flugzeug einen Umweg fliegen. Statt fünf Stunden dauerte die Reise sechs Stunden.

Die Verspätung hatte Konsequenzen. In Istanbul verpassten Mutter und Tochter ihren Anschlussflug nach Zürich. Für das kranke Kind organisierte Vock einen Rollstuhl.

Warst du schon einmal in Dubai?

«Dieser hat sich als Segen entpuppt», sagte sie später. Der neue Flughafen Istanbul sei riesig. Das geschwächte Mädchen hätte die weiten Wege nicht bewältigen können.

Um Mitternacht im falschen Hotel gelandet

Am Schalter der Turkish Airlines musste sich Vock durchsetzen. Die Angestellten wollten sie auf einen frühen Morgenflug buchen. Sie bestand auf einen späteren Flug am Freitag um 12.40 Uhr.

Die Unterkunft brachte weitere Probleme. Ein Bus brachte sie ins falsche Hotel. «Die Zeit zwischen Mitternacht und 1 Uhr früh, als wir endlich im richtigen Hotel waren, mit Handgepäck und krankem Kind, war alles andere als lustig», berichtete Vock.

Oman Flughafen Zürich
Passagiere kommen am 5. März 2026 aus dem Oman am Flughafen Zürich an. - keystone

Am Freitag verlief die Heimreise problemlos. Pünktlich hoben sie in Istanbul ab. Nach 13 Uhr landeten sie wohlbehalten in Zürich.

EDA informiert über Rettungsflug

Während ihrer Reise erhielt Vock Nachrichten vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Behörde informierte über einen Edelweiss-Flug von Muscat nach Zürich.

«Hätte ich diesen Flug vor zwei Tagen buchen können, hätte ich das gemacht», sagte Vock. Doch zuvor habe das EDA noch von Landreisen abgeraten.

Kommentare

User #2606 (nicht angemeldet)

Jööö ...

User #2468 (nicht angemeldet)

Ja Frau Vock es darf nur eine bestimmte Anzahl Flieger im selben Korridor sein. Ironie

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