Ski Alpin – Ösi-Direktor: «Sind gut aufgestellt»
Die Schweiz steuert im Ski Alpin auf den vierten Sieg in der Nationenwertung in Serie zu. Österreich ist wieder geschlagen, hat aber offenbar eine gute Zukunft.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz wird in der laufenden Saison wohl einmal mehr zu Top-Nation im Ski-Zirkus.
- Österreichs Verbands-Direktor Mario Stecher findet: «Wir dürfen uns nicht schlechtreden.»
- Er sieht ganz viele Talente und hofft auf eine blühende Zukunft.
Der Nationenweltcup im Ski Alpin ist historisch gesehen ein Kampf um die Krone zwischen der Schweiz und Österreich. Letztmals hat mit Frankreich 1971/72 eine andere Nation triumphiert. Das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Den Zuschlag bekommt wohl einmal mehr die Schweiz: Fast 900 Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger Österreich schon. Dies, obwohl die Schweiz bei den Frauen nur die Nummer 3 ist. Auch hier bleibt Österreich aber nur Platz 2: Die USA führt die Wertung an.
ÖSV-Direktor: «Dürfen uns nicht schlechtreden»
Nur einmal in den letzten sieben Jahren (2021/22) ist Österreich ganz vorne gelandet – Die Schweiz scheint enteilt. Doch bei «Servus TV» sagt ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher: «Wir dürfen uns nicht schlechtreden.»
Er will von einer österreichischen Krise nichts wissen: «Wir sind gut aufgestellt. Wir brauchen nur Vertrauen in die jungen Fahrer.» Stecher sieht im ÖSV-Nachwuchs ganz viel Talent.

«Wir gewinnen die Nachwuchsrennen am Ganslernhang seit Jahren regelmässig. Aber es braucht Zeit, um den Schritt in die Weltspitze zu machen.» Mit dem Konzept 2030 will sich Österreich die Vormachtsstellung im Ski Alpin zurückholen.
Bis dahin brauche es eine gute Altersstruktur. Stecher sagt: «Wenn die Arrivierten jetzt alle den Skischuh an den Nagel hängen, haben wir ein Problem. Die Jungen sollen sich im Schatten vorbereiten und im Sog der Grossen schon Ergebnisse liefern.»

In Österreich wird nicht Trübsal geblasen, sondern an der Zukunft gefeilt. Die aktuelle Phase gehört der Schweiz.
Doch das Kräfteverhältnis war lange ein anderes: Von 1990 bis 2019 war durchgehend Österreich die Top-Nation – nach zuvor sieben siegreichen Schweizer Jahren im Nationenweltcup.
















