Ticker – Trump: «Heute wird der Iran sehr hart getroffen!»
Seit einer Woche tobt der Krieg zwischen dem Iran und Israel sowie den USA. Auch zahlreiche weitere Golfstaaten wurden Ziel iranischer Attacken.

Das Wichtigste in Kürze
- Vor einer Woche griffen Israel und die USA den Iran an und starteten so den Krieg.
- Beide Seiten zeigen sich weiterhin unnachgiebig.
Seit einer Woche tobt der Iran-Krieg. Israel und die USA haben zuerst den Iran angegriffen. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf andere Golfstaaten. Dadurch strandeten tausende europäische Auswanderer und Touristen.
Israel konnte den iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei ausschalten. Auch zahlreiche weitere Mitglieder der Führungsriege wurden getötet.
Alle Neuigkeiten liest du hier im Ticker.
Arabische Liga plant morgen Notfallsitzung
13.52: Die Arabische Liga plant morgen eine Notfallsitzung zu den iranischen Angriffen unter anderem in der Golfregion. Die Sitzung per Video-Schalte sei am Sonntagmittag geplant, sagte der Vize-Generalsekretär Hussam Saki gegenüber dem staatlichen ägyptischen Fernsehsender Al-Kahera-News.
Die staatliche Nachrichtenseite «Al-Ahram» berichtete, das Treffen komme auf Gesuch Saudi-Arabiens. Auch Saudi-Arabiens Staatsfernsehen berichtete von dem geplanten Treffen.

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran reagiert das Land seit einer Woche mit Angriffen im Nahen Osten unter anderem auf US-Militärstützpunkte, aber auch auf zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngebäude. In rund einem Dutzend arabischen Ländern kamen es seitdem zu Angriffen. Besonders viele davon meldeten Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar.
Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äussern, aber eher selten konkrete Schritte beschliessen.
Nach Irans Entschuldigung: Weiter Angriffe in Golfregion
12.59: Trotz einer Entschuldigung von Irans Präsident Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilten heute erneut mit, sie hätten Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt. Dabei standen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar unter Beschuss.
Trump droht weiteren hochrangigen Vertretern Irans
12.39: US-Präsident Donald Trump droht in einem Beitrag auf Truth Social, dass im Krieg gegen den Iran weitere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes ins Visier geraten werden. «Heute wird Iran sehr hart getroffen!», schreibt er auf seiner Plattform.

Zudem verspottet er den Iran in seinem Post: Mit der Entscheidung, seine Nachbarn nicht mehr anzugreifen, habe sich der Iran vom «Mobber des Nahen Ostens» zum «Loser des Nahen Ostens» entwickelt.
Israel bombardiert weiter Hisbollah im Libanon
12.15: Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon in der Nacht zu Samstag fortgesetzt. Es seien Raketenwerfer, Waffenlager und andere militärische Anlagen der Schiiten-Miliz im Süden des Landes und in der östlichen Bekaa-Ebene bombardiert worden, schrieb die Armee auf Telegram.
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von insgesamt 26 Toten. Die vom Iran unterstützte Hisbollah feuert seit dem vergangenen Wochenende erstmals seit dem Beginn einer Waffenruhe im November 2024 wieder regelmässig Raketen auf israelische Ziele ab.
Flugverkehr in Golfregion weiter gestört
12.13: Der Flugverkehr in der Golfregion wird weiter durch den Iran-Krieg gestört. Da der katarische Luftraum weiterhin gesperrt sei, seien die Flüge von Qatar Airways ausgesetzt, teilte die Fluggesellschaft auf X mit.

Man hoffe, am Sonntag unter anderem wieder nach Frankfurt fliegen zu können. Am Morgen hatte das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass eine auf das Staatsgebiet gerichtete Rakete abgefangen worden sei.
Der Flugraum über Bahrain sei ebenfalls gesperrt, gab der internationale Flughafen des Landes auf X bekannt. Auch im Irak kündigte die Behörde für zivile Luftfahrt an, dass die Schliessung des Luftraums verlängert werde.
Flugbetrieb in Dubai läuft teilweise wieder
12.09: Am frühen Samstagmorgen musste der Flugbetrieb am Flughafen in Dubai wegen Angriffen aus dem Iran ausgesetzt werden. Seit dem Vormittag ist dieser zumindest teilweise wieder in Betrieb, wie die Nachrichtenagentur «AFP» berichtet.
Greifen Huthis in den Krieg ein?
11.33: Laut der «New York Times» erwägt die dem Iran nahe stehende Huthi-Miliz im Jemen, in den Iran-Krieg einzugreifen. Ein hochrangiger Vertreter der Gruppe erklärte, man habe «den Finger am Abzug».
«Die Ausweitung des Konflikts auf andere Länder, darunter auch den Jemen, ist nur eine Frage der Zeit», erklärte er. Am Ende würden die USA der «grösste Verlierer» sein.
«Wenn Sie jetzt nicht aufhören, wird Teheran zu Gaza»
11.16: Da der Iran eine fast vollständige Internetsperre verhängt hat, sind die Informationen aus dem Land bruchstückhaft und schwer zu überprüfen. Dennoch konnte die britische Zeitung «The Guardian» an Aussagen einiger iranischer Zivilisten gelangen.

«Seit Beginn des Krieges habe ich zum ersten Mal echte Angst um meine iranischen Mitbürger», sagt eine Frau, welche die Zeitung Zahra nennt. «Wir sind gefangen zwischen einem Regime, das uns mit Maschinengewehren tötet, und einer ausländischen Macht, die uns wahrscheinlich als Kollateralschaden betrachtet.»
Die anfängliche Freude darüber, dass die Führer den Preis für ihr Regime zahlen müssten, verwandle sich allmählich in Angst. «Wer wird im freien Iran übrig bleiben, wenn wir alle getötet werden?», fragt Zahra.
«Wenn sie jetzt nicht aufhören, wird Teheran zu Gaza», sagt ein 36-Jähriger, der aus der Stadt geflohen ist. Es mache ihn traurig, dass die meisten Menschen in seinem Umfeld mit dieser Situation zufrieden seien, «sowohl die Regimeanhänger als auch die Regimegegner. Beide aus unterschiedlichen Gründen. Niemand kümmert sich um unschuldige Menschenleben», sagt Farzad.

Ein Reporter aus dem Osten Teherans erzählt dem «Guardian»: «Wir wurden nicht getroffen, aber ich dachte, die Decke würde auf mich fallen und ich würde sterben. Ich bin am Boden zerstört, meine geliebte Stadt so zerstört zu sehen.»
Schäden an Kliniken und Flughafen im Iran gemeldet
11.07: Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Spitäler in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes.
Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Spital in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.
Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigen Brände und grosse Schäden an dem Flughafen. Die Autobahn, die dorthin führt, ist demnach blockiert. Auch Militäranlangen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden.

Der Ausfall des Inlandsflughafens zählt zu den Gründen, warum die Beisetzung des vor einer Woche getöteten Religionsführers, Ajatollah Ali Chamenei, verschoben wurde. Chamenei soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden
Iran: Aufrufe zur Kapitulation «absurd»
09.59: Irans Präsident Massud Peseschkian nennt Aufrufe zur Kapitulation «absurd». In einer vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Video-Botschaft sagte er, «die Spekulationen über eine mögliche Kapitulation des Landes sind absurd und die Feinde können solche Träume mit ins Grab nehmen.»
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, er wolle kein Abkommen mit dem Iran mehr abschliessen. Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen.
Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen
09.30: Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib erklärte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Zugleich entschuldigte sich Peseschkian für die Angriffe.

Peseschkians Aussage bedeutet, dass auch von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe auf den Iran erfolgen dürfen. Da solche Basen in mehreren Nachbarländern stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch die USA betreffen.
Gewaltige Brände am internationalen Flughafen in Teheran
Video showing strikes earlier tonight against Mehrabad International Airport in the Iranian capital of Tehran, with strikes by Israel and/or the United States targeting civil infrastructure and aircraft at the airport, including at least one Boeing 747. pic.twitter.com/m836Kalzbw
— OSINTdefender (@sentdefender) March 7, 2026
08.04: Israels Luftwaffe flog ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.
Auch auf sozialen Medien wurden Videos verbreitet, die Explosionen am Flughafen zeigen sollen.
Israels Armee meldet weiteren Raketenangriff des Irans
07.09: Israel ist nach Armeeangaben am frühen Morgen erneut mit Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Wieder musste die Luftabwehr aktiviert werden, wie das Militär mitteilte. Kurz darauf gab es Entwarnung, die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hiess es.
In der Nacht hatte Israels Armee wiederholt Angriffe der Islamischen Republik gemeldet. Berichte über Verletzte gab es nicht. Israels Luftwaffe flog ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.
Trump: Egal, ob der Iran eine Demokratie wird
03.10: Wie geht es im Iran nach der Tötung des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei weiter? Donald Trump sprach in einem Interview mit dem US-Sender CNN darüber.
«Der Iran ist nicht mehr dasselbe Land wie vor einer Woche», sagt der US-Präsident. «Vor einer Woche waren sie mächtig, jetzt sind sie kastriert.» Und Trump will bei der Wahl der neuen Führung im Iran beteiligt sein. «Das wird ganz einfach funktionieren.»

Eine Präferenz scheint er nicht zu haben, auch ein religiöser Anführer scheint eine Option zu sein: «Es kommt auf die Person an. Ich habe nichts gegen religiöse Führer.»
«CNN» fragt nach, ob Trump darauf bestehen wird, dass der Iran ein demokratischer Staat wird. «Nein, ich sage, es muss einen Führer geben, der fair und gerecht ist, der gute Arbeit leistet. Und der die USA und Israel gut behandelt.»
Saudi-Arabien: Drohnenangriff auf Ölfeld abgewehrt
03.00: Saudi-Arabien hat nach Behördenangaben einen Drohnenangriff des Irans auf das riesige Ölfeld Schaiba abgewehrt. Es seien sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Wie die saudische Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher berichtete, wurde zudem erneut eine auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan abgefeuerte ballistischen Rakete abgefangen.
Drei Unifil-Soldaten bei Beschuss im Libanon verletzt
02.45: Infolge der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz sind drei Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Schwerverletzter sei zur Behandlung in ein Spital in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden. Die beiden anderen Verletzten würden in einer Unifil-Einrichtung behandelt, teilte die Mission der Vereinten Nationen mit.

«Es ist inakzeptabel, dass Friedenstruppen, die vom Sicherheitsrat beauftragte Aufgaben erfüllen, angegriffen werden», erklärte Unifil. Jeder Angriff auf Unifil-Truppen stelle einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Unifil teilte nicht mit, welche Kriegspartei für den Vorfall verantwortlich war.
Organisation: 20'000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest
02.35: Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20'000 Seeleute an Bord von Schiffen fest.
Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die «erhebliche psychische Belastung» hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.
US-Minister: «Schwerstes Bombardement» des Irans heute Nacht
02.30: US-Finanzminister Scott Bessent hat besonders heftige Angriffe im Iran angekündigt. «Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden», sagte er dem Sender Fox Business am Freitag (Ortszeit).

Man werde den iranischen Raketenabschussrampen und den Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden, den «grössten Schaden» zufügen, sagte er. Die USA und Israel begannen ihre Angriffe auf den Iran am vergangenen Samstag.
USA: Mehr als 3000 Ziele im Iran angegriffen
00.38: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn vor rund einer Woche nach eigenen Angaben mehr als 3000 Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch 43 Schiffe zerstört oder beschädigt, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Erklärtes Ziel des US-Militärs ist es, die gesamte iranische Marine ausser Gefecht zu setzen.












