Papst auf Spuren des Heiligen Augustinus
Auf seiner Afrika-Reise hat Papst Leo XIV. in Algerien die antiken Ausgrabungsstätten von Annaba besucht, dem Wirkungsort des Heiligen Augustinus von Hippo.

Der Theologe (354-430) ist Namensgeber des Augustinerordens, dem der Papst bis heute angehört. Vor seiner Wahl zum Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken leitete der US-Amerikaner den Orden weltweit.
Leo ist der erste Papst überhaupt, der Algerien einen Besuch abstattet. In dem nordafrikanischen Land ist der Islam Staatsreligion. Unter den annähernd 48 Millionen Einwohnern sind nur etwa 9.000 katholischen Glaubens. Weitere Stationen der elftägigen Reise sind Kamerun, Angola und Äquatorialguinea, wo der Anteil der Katholiken deutlich höher ist.
Am ersten Tag seines Aufenthalts hatte Leo auch an das Schicksal von 19 Ordensschwestern und Priestern erinnert, die in Algerien während des Bürgerkriegs zwischen 1992 und 2002 getötet wurden. Ein Besuch im Kloster von Tibhirine, wo Terroristen 1996 sieben Trappistenmönche entführten und dann ermordeten, kam jedoch nicht zustande. Die Mönche wurden inzwischen von der Kirche seliggesprochen.
Der Auftakt von Leos Afrika-Reise – der längsten Reise seiner bisherigen Amtszeit – war von der Kritik des US-Präsidenten Donald Trump am Papst bestimmt. Leo machte deutlich, dass er sich aus dem Weissen Haus nicht einschüchtern lassen werde. Der US-Amerikaner – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – wurde im Mai vergangenen Jahres zum Nachfolger des argentinischen Papstes Franziskus gewählt.
In Afrika waren in den vergangenen Jahrzehnten Päpste immer wieder zu Besuch. Der Kontinent gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken – inzwischen mehr als in Europa. Weltweit kommt aus Afrika etwa ein Fünftel (20,3 Prozent) aller Katholiken.














