Ösi-Autobahn gesperrt: Weichen Autofahrer jetzt in Schweiz aus?
Die Brenner-Autobahn in Österreich ist am Samstag während acht Stunden gesperrt. Das hat Folgen für die Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Anwohner der Brenner-Autobahn legen die Strecke in Österreich am Samstag still.
- Tausende Fahrzeuge nehmen so eine Alternativroute – und dürften durch die Schweiz fahren.
- Hierzulande ist auf der Gotthard- und San-Bernardino-Route mit Staus zu rechnen.
Nach Auffahrt und Pfingsten ist in der Schweiz auch an diesem Wochenende mit einem überdurchschnittlich hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen. Grund ist die Blockade des Brenner-Tunnels in Österreich am Samstag.
Die Brenner-Autobahn wird für acht Stunden (11 bis 19 Uhr) vollständig gesperrt. Für Lastwagen beginnen die Einschränkungen bereits ab 9 Uhr.
Hinter der Sperrung steckt eine Demonstration. Ein Tiroler Gericht hat eine Aktion genehmigt, die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Gries am Brenner initiiert hatte. Sie richtet sich gegen die starke Verkehrsbelastung auf der wichtigen Nord-Süd-Achse durch die Alpen.
Laut dem Autobahnbetreiber Asfinag nutzten 2025 rund elf Millionen Personenwagen und 2,5 Millionen Lastwagen die Strecke. Tausende Anwohnerinnen und Anwohner haben dadurch Probleme mit der Lärmbelastung, dem Feinstaub und regelmässigen Staus, argumentieren die Initianten.
Verkehrsorganisationen und Behörden warnen im Zuge der Blockade nun vor massiven Staus – und zwar nicht nur in Österreich. Normale weise passieren in diesem Zeitraum Zehntausende Fahrzeuge den Übergang – diese müssen nun ausweichen.
Auch Ausweichstrassen sind zu
Der Brenner gilt neben dem Gotthard als wichtigste Verbindung von Deutschland nach Italien. Entsprechend gross ist das Störungspotenzial für den gesamten Reiseverkehr in der Region.
Auch Hauptstrassen und Ausweichrouten im Wipptal, dem Tal rund um den Brenner, sind am Samstag zu. Es kommt zu Abfahrtssperren und strengen Kontrollen.
An Grenzübergängen nach Tirol kann der Verkehr dosiert oder die Übergänge ganz gesperrt werden.
Gotthard-Stau droht
Alternative Routen für den Verkehr vom Norden in den Süden stellen die Gotthard- und die San-Bernardino-Achse in der Schweiz dar. Vor dem Gotthard-Tunnel drohen deshalb längere Wartezeiten.
Sollte es zu Staus auf der A2 und der A13 kommen, will das Astra die bewährten Verkehrsmanagement-Massnahmen anwenden. Das sagte das Bundesamt für Strassen Mitte Mai gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Reisenden empfehle man, die Verkehrslage vor der Abfahrt zu prüfen und genügend Zeit einzuplanen.





















