Seltenes Naturschauspiel: In der Sahara hat es geschneit
In der Sahara hat es ungewöhnlich stark geschneit. Rund um Ain Sefra in Algerien lagen Sanddünen und Palmen plötzlich unter einer weissen Decke.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Sahara fiel ungewöhnlich viel Schnee nahe Ain Sefra.
- Feuchte Luft und kalte Höhenluft lösten das seltene Ereignis aus.
- Solche Schneefälle in der Sahara treten etwa alle zehn Jahre auf.
In der Sahara hat es ungewöhnlich stark geschneit. Besonders betroffen war die Region um Ain Sefra im Nordwesten von Algerien. Teile der Wüste waren plötzlich von einer weissen Schneedecke bedeckt – zwischen Palmen konnte sogar gerodelt werden.
Das seltene Wetterereignis entstand durch das Zusammenspiel feuchter Luftmassen und kalter Höhenluft.
Tiefdruckgebiet bringt kalte Luft nach Nordafrika
Am Dienstag zog ein Tiefdruckgebiet von der Iberischen Halbinsel nach Nordafrika und brachte kühlere, feuchte Luft.
In Verbindung mit kalter Luft in der Höhe kam es zu Schneefall und teilweise zu Minusgraden. Ein Phänomen, das in der Sahara nur etwa alle zehn Jahre vorkommt.
Besonders stark schneite es im Atlasgebirge und in höher gelegenen Regionen, aber auch bis an den Rand der Wüste.
Schnee schmilzt rasch wieder
Laut dem internationalen Wetterportal Weather spielt das Atlasgebirge eine entscheidende Rolle: Die Gebirgskette mit Gipfeln über 4000 Metern trennt das mildere Mittelmeerklima von der trockenen Wüste.
Treffen dort feuchte Luftmassen auf kalte Höhenluft, können selbst in Wüstennähe Schneeschauer entstehen.
Das winterliche Schauspiel ist jedoch nur während kurzer Zeit zu bestaunen. Bereits am Donnerstag setzte sich über Nordafrika wieder Hochdruckwetter durch.
Mit steigenden Temperaturen schmilzt der Schnee rasch – und die weissen Sanddünen kehren zu ihrem klassischen Orange zurück.















