Papst bittet um Entschuldigung für Kirche in Sklaverei
Papst Leo XIV. hat um Entschuldigung für die Rolle der katholischen Kirche im Zeitalter der Sklaverei gebeten. In seiner ersten eigenen Enzyklika räumte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken ein, dass seine Kirche den viele Jahrhunderte dauernden Sklavenhandel erst im 19. Jahrhundert entschieden verurteilt habe. «Dies ist eine Wunde im christlichen Gedächtnis», heisst es in dem Schreiben. «Dafür bitte ich im Namen der Kirche aufrichtig um Vergebung.»

Leo äusserte sich in Zusammenhang mit der Frage, was Künstliche Intelligenz (KI) für die Arbeitswelt bedeutet. In seinem Text ist von «neuen Formen der Sklaverei» die Rede – beispielsweise in KI-Rechenzentren oder bei der Herstellung von Mikrochips beziehungsweise technischen Geräten wie Computer oder Smartphones, in denen KI zum Einsatz kommt. In einigen Weltregionen der Welt arbeiteten auch Kinder und Jugendliche unter gefährlichen Bedingungen.
«Körper werden verletzt, verstümmelt und verbraucht, damit der Datenfluss nicht zum Stillstand kommt», so der Papst. «Diese Wirklichkeit stellt das moralische Gewissen unserer Zeit vor eine grosse Herausforderung.»














