Winterthurer fühlen sich nach Messerangriff verunsichert
Nach der Messerattacke von Winterthur zeigen sich Passantinnen und Passanten beunruhigt. «Es ist nicht so ein gutes Gefühl», heisst es auf der Strasse.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Winterthur kam es am Donnerstagmorgen zu einer Messerattacke mit drei Verletzten.
- Nau.ch hat am Tag danach bei Passantinnen und Passanten den Puls gefühlt.
- Es besteht ein Gefühl der Unsicherheit, finden alle. Gerechnet habe man mit sowas nicht.
Am Donnerstagmorgen kommt es am Bahnhof in Winterthur zu einer Messerattacke: Ein 31-jähriger schweizerisch-türkischer Doppelbürger sticht auf drei Personen ein. Zwei von ihnen werden mittelschwer, eine Person gar schwer verletzt.
Der Mann war erst kurz vor der Tat aus der Psychiatrie entlassen worden. Er war von der Klinik als «nicht selbst- und fremdgefährdend» eingestuft worden.
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Über das Tatmotiv herrscht weiterhin Unklarheit. Doch ein Augenzeuge schilderte am Donnerstag gegenüber Nau.ch: «Ich stieg aus dem Zug aus und habe gehört, wie einer ‹Allahu Akbar› geschrien hat.» Sicherheitsdirektor Mario Fehr spricht von Terror.
Nau.ch hat in Winterthur den Puls gefühlt. Hat sich das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort jetzt verändert?
«Vor 30 oder 40 Jahren haben wir noch nicht so Angst haben müssen»
Auf die Tat angesprochen meint der 84-jährige Passant Herrmann: «Es hinterlässt nicht so ein gutes Gefühl.»
Denn er findet: «Vor 30 oder 40 Jahren haben wir noch nicht so Angst haben müssen, wenn wir uns im Bahnhof aufgehalten haben.»
Man habe seinerzeit gar nicht an solche Möglichkeiten gedacht. Das sei heute anders, findet der 84-Jährigen. «Das finde ich nicht gut.»
Passantin verpasst Attacke wegen später Arbeitszeit zum Glück
Auch bei der 18-jährigen Eva hat die Messerattacke Spuren hinterlassen. «Ich habe mich heute Morgen recht unwohl gefühlt», meint sie.
Sie habe am gestrigen Donnerstag erst um 10 Uhr mit der Arbeit begonnen. Deshalb sei sie zum Zeitpunkt des Angriffs glücklicherweise nicht am Bahnhof gewesen.
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Besonders bei der Unterführung habe sie sich nicht gut gefühlt, schildert Eva. Doch: «Dann habe ich mich daran erinnert, dass der Täter bereits gefasst wurde.» Das habe geholfen.
«Wenn so etwas passiert, macht man sich natürlich Sorgen»
«Nicht mehr sicher» fühlt sich beim Pendeln die 58-Jährige Katrin. Auf die Situation angesprochen erklärt sie: «Man ist unruhiger und sieht sich öfter um.»
Für Abera ist indes klar, dass die Messerattacke in einem «so sicheren Land wie der Schweiz» vor allem «schade» sei. Für ihn sei ein solcher Vorfall in der Schweiz und besonders in Winterthur «unerwartet» gekommen.

Auf die Frage, wie er sich fühlt, meint der 56-Jährige: «Schlecht.» Denn solche Attacken würden die Bevölkerung besorgen. «Wenn so etwas passiert, macht man sich natürlich Sorgen.»








