Lydia Rodriguez (✝42) starb nur 14 Tage nach ihrem Ehemann (✝49). Sie hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Für ihre Kinder hatte sie einen letzten Wunsch.
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Lydia (✝42) und Lawrence (✝49) Rodriguez mit ihren vier Kindern Nathan (18), Ethan (18), Adam (16) und Synphonia (11). - GoFundMe

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Eheleute Lydia und Lawrence Rodriguez starben beide nach einer Corona-Infektion.
  • Sie hinterlassen vier Kinder, welche die Infektion fast symptomfrei überstanden haben.
  • Ihre Mutter äusserte im Spital den Wunsch, dass sie sich gegen Corona impfen lassen.

Lydia (✝42) und ihr Ehepartner Lawrence Rodriguez (✝49) wollten sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Klavierlehrerin und der Diakon vertrauten in der Sache lieber auf Gott als auf die Medizin.

Im Nachhinein ein wohl fataler Fehler: Denn die Mutter von vier Kindern infiziert sich in einem Kirchenlager mit dem Coronavirus. Und sie bringt so das Virus mit ins Haus der Familie im texanischen LaMarque.

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Zwei Pflegerinnen kümmern sich in Orange, Kalifornien, um eine Patientin, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat. - Keystone

Dort stecken sich ihr Ehemann und die Kinder mit dem Virus an. Letztere überstehen die Infektion fast symptomfrei. Lawrence und Lydia haben hingegen weniger Glück: Zuerst muss Lawrence auf die Intensivstation, doch selbst ein Beatmungsgerät kann ihn nicht mehr retten.

«Stell sicher, dass meine Kinder geimpft werden!»

Wenig später muss auch Lydia mit schweren Atemproblemen auf die Intensivstation. Wie bereits Lawrence vor ihr, fragt sie, ob sie sich noch impfen lassen kann. Dafür ist Lydia aber schon zu krank. Kurz vor ihrem Tod äussert sie gegenüber ihrer Schwester am Telefon ihren letzten Wunsch: «Stell sicher, dass meine Kinder geimpft werden!»

Wenig später stirbt auch sie, gerade mal 14 Tage nach ihrem Ehemann. Lydia habe nie wirklich an Impfungen geglaubt, erklärt ihre Cousine Dottie Jones der «Washington Post». «Sie hat geglaubt, dass sie alles selbst schaffen kann und dass man Medizin nicht wirklich braucht.»

Haben Sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen bzw. lassen Sie sich noch impfen?

Dabei erzählte Jones ihrer Cousine immer wieder von ungeimpften Müttern, die wochenlang an Atemgeräten hingen. Ohne, dass es ihnen danach besser ging. Dennoch konnte Jones, die als Pflegerin auf einer Neugeborenen-Station arbeitet, Lydia nicht umstimmen: Sie habe gewusst, dass sich Lydia nie impfen lassen würde.

Kinder sollen nun gegen Coronavirus geimpft werden

Ihre Söhne Nathan und Ethan (beide 18) haben mittlerweile vom Impf-Wunsch der verstorbenen Mutter erfahren. Der 16-jährige Adam will sich laut Jones bald gegen das Coronavirus impfen lassen. Zudem wollen die Angehörigen für Lydias Tochter Synphonia (11) einen Termin machen, sobald diese im impfberechtigten Alter sei.

Wer sich nach dem Tod der Eltern um die beiden jüngeren Kinder kümmern wird, ist derzeit noch unklar. Jones hat jedenfalls eine «Gofundme»-Seite eingerichtet, um Spenden für die Kinder von Lydia und Lawrence Rodriguez zu sammeln.

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