Coronavirus

    Coronavirus: US-Kardinal nach Corona-Infektion an Beatmungsgerät

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    Italien,

    Letztes Jahr kritisierte er die Impfung gegen das Coronavirus. Nun ist Kardinal Raymond Leo Burke wegen Covid-19 an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden.

    Raymond Leo Burke
    Der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke an einem Anti-Abtreibungsmarsch in Rom: Er verfasste zusammen mit vier weiteren Kardinälen den Brief an den Papst. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Raymond L. Burke äusserte sich im Mai 2020 kritisch gegenüber der Corona-Impfung.
    • Der Kardinal aus Rom hat sich vor wenigen Tagen mit Covid-19 infiziert.
    • Nun wurde der 73-Jährige an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

    Vergangenen Dienstag setzte Raymond Leo Burke einen Post auf Twitter ab. Der Kardinal der römisch-katholischen Kirche habe sich mit dem Coronavirus infiziert. «Ich danke Gott, dass ich mich gut erhole und eine ausgezeichnete medizinische Versorgung geniesse», twitterte Burke.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie ist Burke oft in Rom anzutreffen. Dies meist ohne Maske, aber immer mit seinem Rosenkranz in der Hand, wie «Religion News Service» berichtet.

    Erst letztes Jahr im Mai sagte der Kardinal auf dem Lebensforum in Rom, dass «die Impfung selbst den Bürgern nicht auf totalitäre Weise aufgezwungen werden kann». Er zitierte auch Gruppen, die vorschlugen, dass die Impfstoffe «eine Art Mikrochip» injizieren. Dieser soll es den Bürgern ermöglichen, «vom Staat in Bezug auf die Gesundheit und andere Angelegenheiten kontrolliert zu werden».

    Impfung gegen Coronavirus nicht bestätigt

    Burke sagte auch, dass «es niemals moralisch gerechtfertigt ist, einen Impfstoff unter Verwendung von Zelllinien abgetriebener Föten zu entwickeln». Er fügte hinzu, dass der Staat «nicht der letzte Versorger der Gesundheit ist. Das ist Gott», so der Gläubige.

    Sind Sie an Covid-19 erkrankt?

    In einem am Sonntag verfassten Tweet, der offenbar von Burkes Kommunikationsteam verschickt wurde, heisst es, dass der 73-Jährige im Spital Wisconsins von einem Beatmungsgerät unterstützt wird.

    «Die Ärzte sind ermutigt durch seine Fortschritte», hiess es in dem Tweet. Burke betet «treu den Rosenkranz für diejenigen, die an dem Virus leiden». Es ist unklar, ob Burke den Impfstoff bislang erhalten hat.

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