Donald Trump: Richterin setzt seine Abschiebepraxis vorläufig aus

Keystone-SDA
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USA,

Erneut ein juristischer Dämpfer für US-Präsident Donald Trump. Diesmal in der Angelegenheit um seine umstrittene Abschiebepraxis.

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump schert sich meist wenig um die Urteile der Richter. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Richterin hat Trumps Turbo-Abschiebeverfahren vorerst gestoppt.
  • Eine Organisation, die sich für Migranten einsetzt, hat damit recht erhalten.

Die Abschiebepolitik der US-Regierung hat eine gerichtliche Niederlage erlitten. Eine Richterin am Bundesgericht in Washington DC hat die beschleunigten Abschiebeverfahren für Migranten vorerst gestoppt.

Das Recht der Betroffenen auf ein ordnungsgemässes, rechtsstaatliches Verfahren müsse gewährleistet sein, begründete die Richterin Jia Cobb ihre am Freitag veröffentlichte Entscheidung, und gab damit der Klage einer Organisation, die sich für die Rechte von Migranten einsetzt, recht.

Donald Trump
Donald Trump sagt der illegalen Migration den Kampf an. - dpa

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Antrittsrede angekündigt, «Millionen und Abermillionen» irregulärer Migranten abschieben zu wollen.

Seine Regierung hat deshalb ein beschleunigtes Abschiebeverfahren, das bislang überwiegend in Grenzregionen und in Fällen zum Einsatz kam in denen sich Migranten weniger als 14 Tage im Land befanden, auf Migranten im ganzen Land ausgeweitet.

Richterin kritisiert Verfahren von Donald Trump als «dürftig»

Die Richterin kritisierte in ihrer Entscheidung das Verfahren der Regierung als «dürftig,» und verwies auf das in der US-Verfassung verankerte Recht, dass Personen nicht aus den USA abgeschoben werden dürfen, ohne vorher die Möglichkeit gehabt zu haben, gehört zu werden.

Dies gelte auch für Menschen, die sich unrechtmässig im Land aufhalten, heisst es weiter.

Hast du Hoffnung, dass die Demokratie in den USA aufrechterhalten bleibt?

Die von Trumps Vorgänger Joe Biden ernannte Richterin hatte bereits Anfang August in einer ähnlichen Entscheidung das Vorgehen der Regierung kritisiert. Massenabschiebungen waren ein zentrales Wahlkampfversprechen Trumps. Razzien und Festnahmen werden seit seinem Amtsantritt öffentlichkeitswirksam inszeniert.

Schätzungen zufolge leben rund elf Millionen Menschen ohne gültige Papiere in den USA. Viele von ihnen leisten für die US-Wirtschaft unverzichtbare Arbeit – etwa in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und in der Gastronomie.

Kommentare

User #2344 (nicht angemeldet)

Wenn ich das falsche Werkzeug benutze, dann vermurkst das mein Werkstück.

User #4981 (nicht angemeldet)

... Trump sollte sich um die 'Geldgeber'Lobby kümmern ! USA von Israel ! Sobald da mal aufgeräumt ist, wird sich , so hoffe ich, einiges ändern können ! Auch für Palästina !

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