Donald Trump: Dieser Satz sorgt in den USA für Entsetzen
Die steigenden Kosten für Amerikaner scheinen US-Präsident Donald Trump kalt zu lassen. Das spiele ihm bei den Gesprächen mit dem Iran keine Rolle.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump denkt bei den Iran-Verhandlungen nicht an die Kosten für Amerikaner.
- Der US-Präsident sagte zuletzt, es gehe einzig darum, dass der Iran keine Atomwaffe habe.
- Laut USA-Experte Thomas Greven sind die Menschen aus Trumps Sicht wohl selber schuld.
Inwiefern interessiert sich US-Präsident Donald Trump für die gestiegenen Lebenserhaltungskosten in den USA?
Im April stieg die Inflation um 3,8 Prozent, Der Iran-Krieg treibt unter anderem die Benzinpreise zudem weiter an.
Antwort mit Folgen
Vor seiner Abreise nach China am Dienstag fragte eine Reporterin Donald Trump nun, inwiefern die finanzielle Lage der amerikanischen Bevölkerung ihn bei den Iran-Verhandlungen antreibe.
«Nicht einmal ein kleines bisschen», antwortete Der US-Präsident.
«Das Einzige, was zählt, wenn ich über den Iran spreche: Sie dürfen keine Atomwaffe haben. Ich denke nicht an die finanzielle Lage der Amerikaner, ich denke an niemanden, nur an eines: Wir können den Iran keine Atomwaffe haben lassen.»
🇺🇸 🇮🇷 Trump says he doesn't think about Americans' finances during Iran talks
— AFP News Agency (@AFP) May 13, 2026
US President Donald Trump said he doesn't think "even a little bit" about Americans' financial situations when negotiating a deal with Iran. I think about one thing -- we cannot let Iran have a nuclear… pic.twitter.com/tCk9eJwAPZ
Die Aussagen Trumps schlagen in den USA hohe Wellen – und dienen den Trump-Gegnern als Vorlage für neue Kritik. Denn: In den USA herrscht eine Kostenkrise. Und anders als im Wahlkampf versprochen, kriegt Trump die Preise nicht in den Griff.
Die Aussage, er denke nicht an die finanzielle Lage der Amerikaner, kommt daher zu einem heiklen Zeitpunkt. Für USA-Experte Thomas Greven, Privatdozent beim John-F.-Kennedy-Institut in Berlin, gleicht sie aber nicht einem Geständnis.
«Nur im Wahlkampf tut Trump so, als würde er sich für die Belange der Menschen (inklusive seiner Anhänger) interessieren», sagt Greven auf Anfrage. «Tatsächlich muss man vermuten, dass er im Grunde sozialdarwinistisch denkt.»
Heisst: Menschen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind «Verlierer, die selbst schuld sind».
Umfragen sprechen gegen Donald Trump
Neue CNN-Umfragewerte zeigen derweil, dass nur 30 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner mit der aktuellen Wirtschaftspolitik einverstanden sind. Ein Negativrekord für Donald Trump.
77 Prozent – auch eine Mehrheit der Republikaner – denken, Trumps Politik habe ihre Lebenserhaltungskosten erhöht. Rund zwei Drittel finden zudem, dass sich die wirtschaftliche Lage unter Trump verschlechtert hat.
Verärgert der US-Präsident mit seinen jüngsten Worten nun auch seine treuen Unterstützerinnen und Unterstützer? «Vielleicht, aber warum sollte ihn das kümmern?», meint USA-Experte Greven. «Er ist gewählt, von Ja-Sagern umgeben, die permanent seine Sicht bestätigen, dass er der beste Präsident aller Zeiten ist.»
In der CNN-Umfrage geben 75 Prozent an, der Iran-Krieg habe eine negative Auswirkung auf ihre persönliche finanzielle Situation. Bei den Zöllen auf ausländische Waren sind es 65 Prozent.
Das hat zur Folge, dass gemäss Umfrage nun den Demokraten eher zugetraut wird, mit den wirtschaftlichen Problemen umgehen zu können. Eine schlechte Voraussetzung für Trumps Republikaner, wenn im Herbst die Midterm-Wahlen stattfinden.
Midterms bleiben umkämpft
Greven vermutet, dass viele Republikaner zu Hause bleiben werden und viele Unabhängige zu den Demokraten wechseln.
Umso wichtiger aus der Sicht von Donald Trump, dass der Oberste Gerichtshof jüngst das Zeichnen neuer Wahlkreise begünstigt hat. Denn die Grand Old Party wird damit vielleicht doch an ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus festhalten können.
«Die Senatswahl ist davon nicht betroffen, aber auch da wird es eng», sagt Greven. «Da Trump ohnehin bevorzugt mit Executive Orders regiert, wären die Auswirkungen eines Wahlsiegs der Demokraten aber ohnehin begrenzt.»





















