Donald Trump bezeichnet in Post Venezuela als «51. Bundesstaat»
US-Präsident Donald Trump sorgt erneut mit einem provokanten Post zu territorialen Expansionsbestrebungen für Aufsehen: Dieses Mal geht es um Venezuela.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump will Venezuela zum 51. US-Bundesstaat machen.
- Venezuelas geschäftsführende Präsidentin, Delcy Rodríguez, wies die Anspielungen zurück.
- Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident ein anderes Land übernehmen will.
Auf seiner Plattform Truth Social postete Trump eine Landkarte, die das südamerikanische Land im Design der US-Flagge zeigt. Über der Karte steht der Schriftzug: «51. Bundesstaat».
Bereits am Montag hatte Donald Trump gesagt, dass er ernsthaft darüber nachdenke, Venezuela zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Dies tat er in einem Telefongespräch mit einem Journalisten des US-Senders Fox News nach dessen Angaben.

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin, Delcy Rodríguez, wies Trumps Anspielungen zurück. «Das ist nicht vorgesehen», sagte sie. Venezuela sei keine Kolonie, und die Regierung in Caracas werde auch weiterhin die Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit des Landes schützen.
«Präsident Trump weiss, dass wir an einer diplomatischen Agenda der Zusammenarbeit gearbeitet haben. Das ist der Kurs, und das ist der Weg», sagte sie.
Donald Trump: Nicht die erste Provokation
Trumps Anspielungen auf einen 51. Bundesstaat der USA erinnern an frühere Aussagen über das Nachbarland Kanada. In der Vergangenheit hatte Donald Trump mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, Kanada unter US-Kontrolle zu bringen.
Das Nachbarland solle Teil der Vereinigten Staaten und der «51. Bundesstaat» werden, hiess es. Kanada lehnt dies strikt ab.
Hinzukamen unverhohlene Besitzansprüche auf die zum Nato-Partner Dänemark gehörende Insel Grönland, die in Europa auf viel Unmut stiessen.

Auch mit Blick auf Venezuela ist es nicht die erste Provokation des US-Präsidenten: Anfang dieses Jahres postete er etwa eine Fotomontage. Diese zeigte auch ein Plakat, auf dem neben den USA unter anderem Venezuela in den Farben der US-Flagge dargestellt war.
Das US-Militär war Anfang des Jahres in Venezuela eingedrungen und hatte den autoritären Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen. Ihm soll in New York wegen angeblicher Verwicklung in Drogengeschäfte der Prozess gemacht werden.
















