Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen
Donald Trump spricht in China mit Xi Jinping auch über den Iran-Krieg. Die Verhandlungen mit Teheran scheinen in einer Sackgasse zu sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Die brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gilt weiterhin.
- Donald Trump ist zu Besuch in China, auch der Nahe Osten ist ein Thema.
- Nau.ch hält dich mit dem Ticker auf dem Laufenden.
Zwischen dem Iran und den USA gilt weiterhin eine Waffenruhe. Zu einer Einigung konnten sich Teheran und Washington nicht durchringen, dafür drohen sie sich gegenseitig. Vor allem die weiterhin blockierte Strasse von Hormus und die Zukunft des Atomprogramms sorgen für Diskussionen.
Donald Trump hatte zuletzt China einen Besuch abgestattet. Der Krieg im Iran und die wichtige Meerenge gehören zu den Themen auf der Agenda. Am Freitag reiste der US-Präsident wieder zurück nach Washington.
Auch zwischen Israel und dem Libanon herrscht eine Feuerpause, Gespräche waren bislang aber nicht erfolgreich. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Angriffe und Verstösse gegen die Waffenruhe vor.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden über alle Entwicklungen im Nahen Osten:
Trump über den Iran: «Ich habe nichts unterschätzt»
23.00: US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: «Ich habe nichts unterschätzt.»
Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
Verteidigungsminister Katz: Angriff auf Hamas-Führer in Gaza
21.45: Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat in einer Stellungnahme einen Angriff gegen den militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Din al-Haddad, bekanntgegeben.
Israelische Medien zitierten am Abend einen hohen Vertreter der Sicherheitsdienste, wonach der Tötungsversuch offenbar erfolgreich war. Al-Haddad sei «einer der Architekten des Massakers am 7. Oktober» 2023 gewesen, schrieb Katz. «Das ist eine klare Botschaft an alle Mörder, die uns nach dem Leben trachten: Früher oder später kriegen wir euch.»
Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise
21.25: In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden. Seit dem Morgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0,02 Euro) pro Liter angehoben, berichteten die Zeitung «The Hindu» und andere indische Medien.
Es ist demnach der höchste Anstieg seit vier Jahren. Im März 2022 seien die Kraftstoffpreise um rund 9 Rupien gestiegen. Damals hätten die Unternehmen auf die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine reagiert. Laut «The Hindu» gab es seitdem nur winzige Erhöhungen unter einer Rupie.
Waffenruhe zwischen Libanon und Israel verlängert
20.25: Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilte ein Sprecher des US-Aussenministeriums auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äusserte sich zunächst nicht.
Gespräche zwischen Israel und Libanon – Kämpfe dauern an
17.27: Israelische und libanesische Unterhändler setzen Medienberichten zufolge ihre Gespräche in Washington fort. Das berichteten übereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung «Haaretz».
Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere Gesprächsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt.
Mit Spannung wurde erwartet, ob die beiden Regierungen sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen werden. Die bisherige Vereinbarung läuft an diesem Sonntag,17. Mai aus.
Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten
14.10: Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten.
«Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen», sagte Irans Aussenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren «Vorschlag».

Araghtschi bestätigte damit am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.
Strasse von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt
12.24: «Die Strasse von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen», sagte Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Aussenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.
Irans Chefdiplomat stellte überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht.
Araghtschi nannte dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. «Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist», sagte er.
Emirate wollen mit Pipeline-Ausbau Strasse von Hormus umgehen
11.48: Die Vereinigte Arabische Emirate wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschairah im Osten des Landes beschleunigen.
Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Strasse von Hormus umgehen.

Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fudschairah verdoppeln, hiess es.
Ölpreise ziehen wieder an
08.18: Die Ölpreise sind nach der jüngsten Beruhigung wieder gestiegen. Die Notierungen haben sich auf Wochensicht deutlich verteuert, da die für den Ölhandel entscheidende Strasse von Hormus faktisch geschlossen bleibt.

Die Nordseesorte Brent ist bis auf rund 107 US-Dollar je Barrel gestiegen und liegt damit im Wochenverlauf etwa sechs Prozent im Plus.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli war zuletzt um gut 1,3 Prozent teurer und kostete 107,14 US-Dollar. Am Markt stehen die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen den USA und China im Fokus.
China fordert dauerhafte Waffenruhe in Iran-Krieg
07.21: Nach US-Präsident Donald Trumps Äusserung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert.
Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Aussenministerium in Peking mit Blick auf die Strasse von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter.

Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hiess es weiter.
Bericht: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen
03.00: Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben.
Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen. Dies berichtete die «New York Times» unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte.

Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.
Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.












