Der Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes, Wolfgang Maier, blickt mit Sorge auf die anstehenden Corona-Tests bei den Olympischen Spielen in Peking.
Der Sportdirektor Alpin des Deutschen Skiverbandes: Wolfgang Maier. Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Sportdirektor Alpin des Deutschen Skiverbandes: Wolfgang Maier. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Winterspiele finden vom 4. bis 20.

«Ich finde es verantwortungslos, uns unter den aktuellen Bedingungen dort hinzuschicken», sagte der 61-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe schon im Herbst gefordert, dass klare Regelungen her müssen, ab welchem CT-Wert ein Test als positiv oder negativ bewertet wird. Aber wir erhalten hierzu keinerlei Informationen. Du bist bei den täglichen Tests vor Ort dann quasi einer Willkür ausgesetzt.»

Die Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar statt, die Quarantänemassnahmen gelten bei dem Event in China als besonders strikt.

Nicht nur im alpinen Ski-Weltcup hatten sich die Corona-Fälle zuletzt gehäuft. Unter anderen mussten Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin (USA) sowie die Weltmeisterinnen Lara Gut-Behrami (Schweiz) und Katharina Liensberger (Österreich) wegen positiver Befunde aussetzen. Bei den beiden Technikrennen der Damen am kommenden Wochenende im slowenischen Kranjska Gora fehlt die deutsche Athletin Jessica Hilzinger wegen eines positiven Tests.

«Wenn ich mir die steigende Anzahl der Fälle ansehe, glaube ich, dass es bei Olympia ein ausgedünntes Feld gibt», sagte Maier. Chancen, dem entgegenwirken zu können, sieht er nicht. «Erst wurden wir alle 72 Stunden getestet, inzwischen alle 48 Stunden. Dazu machen wir interne Schnelltests. Wir versuchen, alles so engmaschig wie möglich zu halten. Ich wüsste nicht, wie man es anders machen sollte.»

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