Formel 1 – Mercedes-Boss: Auch 2027 mit Antonelli und Russell
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat seine Fahrerpaarung für 2027 beim Ungarn-GP der Formel 1 bestätigt. Das Thema Max Verstappen ist vom Tisch – vorerst.

Das Wichtigste in Kürze
- George Russell steckt trotz Mercedes-Überlegenheit in der Formel 1 im Formtief.
- Teamchef Toto Wolff stellt klar: Der Brite wird auch 2027 im Silberpfeil sitzen.
- Für die Zukunft hält Wolff aber weiter an der Hoffnung auf Max Verstappen fest.
Es läuft nicht alles einwandfrei bei Mercedes: Die Silberpfeile haben unter dem neuen Reglement der Formel 1 zwar das dominante Auto gebaut. Und Jungstar Kimi Antonelli führt die WM-Wertung auch mit komfortablem Vorsprung an. Aber die Zuverlässigkeit hat den Italiener und seinen Teamkollegen George Russell schon wertvolle Punkte gekostet.
Vor allem Russell war in den letzten Wochen immer wieder der Pechvogel bei Mercedes: Ein Software-Problem bremste den Briten immer wieder aus, war beim Belgien-GP zumindest teilweise für den frühen Ausfall verantwortlich. In Ungarn hat man das Problem behoben – doch ein verpatzter Start warf ihn erneut weit zurück.
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Wieder ein Problem mit dem Mercedes-Antriebsstrang, wie das Team im Debrief nach dem Rennen andeutet. Für Russell im Kampf um seinen ersehnten ersten WM-Titel der nächste herbe Dämpfer. 59 Punkte beträgt der Rückstand auf Teamkollege Antonelli, neun Zähler vor Russell liegt auch noch Lewis Hamilton.
Job-Garantie für Russell – mit einem «Aber»
Eine prekäre Lage für den Briten, der eigentlich den Anspruch hat, klare Nummer 1 bei Mercedes zu sein. Stattdessen steht hinter seiner langfristigen Zukunft bei den Silberpfeilen – und in der Formel 1 – ein wachsendes Fragezeichen. Denn Antonelli lässt Russell alt aussehen – und da ist ja immer noch Max Verstappen ...

Teamchef Toto Wolff hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er den Holländer gerne in Silber sehen würde. Zumindest für 2027 hat Russell aber eine Job-Garantie. «Es ist die einzig logische Fahrerpaarung zum jetzigen Zeitpunkt», sagt Wolff im «Sky»-Interview. «Wir müssen das Auto stabiler machen – jetzt zu beginnen, Fahrer zu wechseln, wäre nicht das Richtige.»
Antonelli und Verstappen wie einst Rosberg und Hamilton?
Doch ein Fahrer-Duo aus Antonelli und Verstappen bleibt eine reizvolle Option für Mercedes, wie Wolff zugibt. «Max fährt an seinem Zenit, er kann alles», schwärmt der Österreicher vom vierfachen Weltmeister. «Die beiden respektieren sich. Aber wenn man beide im gleichen Team hat, ist das natürlich eine völlig andere Ausgangssituation.»

«Es ist aber nicht so, dass ich mich davor fürchte», so Wolff weiter. «Ich habe es schlimmer gehabt mit Rosberg und Hamilton, heute würde ich das wahrscheinlich besser machen. Wir scheuen uns nicht, die beiden auch mal irgendwann in einem Team zu haben. Aber in der heutigen Konstellation sind wir happy», versichert er.
Warum die Top-Cockpits in der Formel 1 so wackelig sind
Für 2027 sind die Positionen in der Formel 1 bei den vier Top-Teams mit 99-prozentiger Sicherheit bezogen. Weder bei Mercedes noch Ferrari noch Red Bull oder McLaren stehen Änderungen bevor. Für 2028 könnten sich die Verhältnisse in der Formel 1 aber komplett neu ordnen – nicht nur wegen Verstappen.

Oscar Piastri fühlt sich bei McLaren nicht erst seit dem WM-Titel von Lando Norris benachteiligt. Der Australier gilt als Wunschlösung bei Red Bull, falls man Max Verstappen an Mercedes verliert. Und bei McLaren hat man nicht nur ein Auge auf Verstappen geworfen: Man schielt auch auf Russell, falls ihn der Holländer bei Mercedes verdrängt ...
















