Formel 1 – Coulthard: «Aston Martin wird bald Rennen gewinnen»
Aston Martin war in der Formel 1 bisher weit abgeschlagen. In Ungarn zeigte sich ein Aufwärtstrend – Ex-F1-Star David Coulthard glaubt noch an viel mehr.

Das Wichtigste in Kürze
- Aston Martin befindet sich nach dem katastrophalen Saisonstart im Aufwind.
- In Ungarn wirkte der AMR26 erstmals wie ein Formel-1-würdiges Auto.
- Ex-F1-Pilot David Coulthard traut Adrian Newey einen drastischen Turnaround zu.
Der Reglement-Umbruch in der Formel 1 ist vor allem einem Team nach Strich und Faden missglückt: Aston Martin fuhr in der ersten Saisonhälfte chancenlos hinterher, war teils mehrere Sekunden pro Runde langsamer. Teilweise war man nicht nur das Schlusslicht der Formel 1, sondern sogar langsamer als die Formel 2 ...
Beim letzten Rennen vor der Sommerpause gab es dann aber etwas Aufwind für das Team rund um Fernando Alonso: Ein massives Update-Paket machte den AMR26 auf einen Schlag deutlich konkurrenzfähiger. Alonso schleppte seinen «grünen Traktor» sogar ins dritte Qualifying-Segment und damit in die Top-Ten.

Im Rennen konnte Aston Martin diesen Fortschritt zwar nicht ganz bestätigen, schaffte aber zumindest den Anschluss ans Mittelfeld. Nach der Sommerpause wird auch die erste grosse Evolutions-Stufe des Honda-Motors ihre Grand-Prix-Premiere feiern. Auch davon erhofft man sich bei Aston Martin einen merklichen Schritt vorwärts.
Aston Martin in der Formel 1 bald siegfähig?
Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard fällt unterdessen über die erste Saisonhälfte ein vernichtendes Urteil. «Ich glaube, selbst Aston Martin würde sagen: ‹Wir wollen, dass diese Saison aus den Rekordbüchern gestrichen wird›», so der Schotte im Podcast «Up To Speed». «Das war wirklich, wirklich schlecht, das müssen wir einfach sagen.»

Alleine der Motor habe rund eine Sekunde gekostet, das Auto selbst «wohl ein paar Sekunden», so Coulthard. Der Schotte traut dem Team unter Chef-Designer Adrian Newey aber eine spektakuläre Wende zu: «Merkt euch meine Worte: Ich sage voraus, dass sie bald – in den nächsten zwei Jahren – Rennen gewinnen werden.»
«Bei Adrian weiss man: Er wird es richtig machen»
Das Vertrauen des 55-Jährigen in die Fähigkeiten von Newey ist nicht unbegründet: Der Schotte fuhr einst bei McLaren selbst in Autos aus der Feder des legendären Formel-1-Designers. «Er ist ein Racer», urteilt Coulthard über Newey. «Er ist, wie er ist – und deshalb kann nur er mit so einer Situation umgehen.»

«Wäre es irgendein anderes Team gewesen, irgendein anderer Designer, technischer Direktor oder Teamchef? Dann wäre er wahrscheinlich schon weg», meint der 13-fache Grand-Prix-Sieger. «Aber weil es Adrian Newey ist, weiss man: Er wird es richtig machen», glaubt der Schotte.
















