Formel 1: Russell will sich «direkt mit Verstappen messen»
Der Favorit vor der 2026er-Saison der Formel 1 heisst (bislang) Mercedes. Pilot George Russell macht keinen Hehl daraus, dass er heuer um den Titel fahren will.

Das Wichtigste in Kürze
- George Russell hofft auf einen WM-Kampf mit vielen Teams.
- Der Brite will sich in seinem Mercedes mit Max Verstappen (Red Bull) messen.
- Gespannt ist Russell auf die Performance von Aston Martin.
Bei den ersten Testtagen in Barcelona scheint sich der Verdacht ein erstes Mal bestätigt zu haben: Mercedes geht in der Formel 1 2026 mindestens als Mitfavorit an den Start. Die Silberpfeile spulten in Katalonien zuverlässig ihre Runden ab.
Das rückt automatisch Teamleader George Russell in den Fokus. Der Brite wird als WM-Favorit gehandelt – und ist sich dessen bewusst.
Formel 1 sorgt vor Saisonstart für Spannung
«Ich will mich direkt mit Max [Verstappen] messen. Und natürlich hatte auch Lando vergangenes Jahr eine grossartige Saison», zitiert «Motorsport.com» Russell bei der Präsentation des Mercedes-Autos.
Zusätzlichen Druck verspüre er aber nicht. «Ich glaube, viele Fans und Leute haben vielleicht Mercedes gegen McLaren erwartet, weil es grosse Erwartungen gab, dass Mercedes klar den besten Motor haben würde.»

Positive Signale erhielten in Barcelona aber nicht nur die Ingenieure von Mercedes. Auch Red Bull, Weltmeister McLaren und Ferrari sollen wieder vorne mitmischen. Gerüchten zufolge gelang die inoffizielle Bestzeit Lewis Hamilton im roten Auto.
«Es scheint so, als hätten die anderen Motorenhersteller einen guten Job gemacht», sagt Russell. «Wir wissen auch, dass Red Bull immer ein fantastisches Auto hatte, selbst in den Jahren der Mercedes-Dominanz. Es war der Motor, der sie zurückgehalten hat, nicht das Auto.»
Und: «Wir wissen natürlich, wie gut Max ist.»

Der entthronte vierfache Weltmeister wird auch mit der neuen Auto-Generation ein Titelkandidat sein, so Russell. «Das ist grossartig. Natürlich wünscht man sich, es ein bisschen einfacher zu haben, aber es sollte niemals einfach sein. Wenn man gewinnt, will man dafür gekämpft haben und es fair und ehrlich auf der Strecke gewonnen haben.»
Überrascht Aston Martin?
Neben den genannten vier Konstrukteuren schielt der britische Mercedes-Pilot auch auf einen fünften: Aston Martin. Die Traditionsmarke fährt neu mit einem Honda-Motor und zählt auf die Dienste von Design-Genie Adrian Newey.
Russell: «Man darf nicht ausser Acht lassen, was man bei Aston Martin gesehen hat und was Adrian mit diesem Auto gemacht hat.» Der neue Bolide sehe «ziemlich spektakulär» aus. «Honda hatte in den vergangenen Jahren mit Red Bull einen sehr guten Motor.»

Erlebt die Formel 1 also vielleicht ein umkämpftes WM-Rennen mit vielen Autos an der Spitze?
Russell fände dies «grossartig». «Ich erinnere mich, ich glaube es war 2010, als McLaren, Fernando und die Red Bulls alle gegeneinander gekämpft haben. Genau darum geht es in diesem Sport, und genau das hoffen wir auch für dieses Jahr.»
Kommende Woche (11. bis 13. Februar) finden in Bahrain weitere Testtage statt. Gleiches gilt für die übernächste Woche (18. bis 20. Februar).
Das erste Rennen der neuen Auto-Generation findet am 8. März in Melbourne statt.
Bis auf Cadillac (am 8. Februar) sowie McLaren und Aston Martin (beide am 9. Februar) haben alle Teams ihre Lackierungen für die Saison 2026 vorgestellt.
















