Formel 1: McLaren schwächelt beim Shakedown – Grund zur Sorge?
McLaren hatte keinen reibungslosen ersten Test in der Formel 1 im neuen Jahr: Der MCL40 startete mit leichter Verspätung in Barcelona – und machte Probleme.

Das Wichtigste in Kürze
- McLaren ist nicht ohne Probleme in die neue Formel-1-Saison gestartet.
- Der MCL40 hatte in Barcelona im Test noch mit Defekten zu kämpfen.
- Technik-Chef Neil Houldey gibt aber vorsichtig Entwarnung.
In den letzten zwei Jahren war McLaren in der Formel 1 das Mass aller Dinge: 2024 und 2025 holte man jeweils den Konstrukteurs-WM-Titel.
Im Vorjahr bescherte Lando Norris dem britischen Traditionsrennstall dann den ersten Fahrertitel seit 2008. Entsprechend hoch sind die Ansprüche in Woking für die neue Saison.
Aber der erste Auftritt von McLaren unter dem neuen Reglement warf noch einige Fragen auf. Denn so reibungslos wie manche Konkurrenz-Teams – allen voran Mercedes – lief der MCL40 in Barcelona nicht. Vor allem an den ersten beiden Arbeitstagen hatten Norris und Teamkollege Oscar Piastri mit Problemen zu kämpfen.

Besonders ärgerlich war ein Problem am zweiten der drei Testtage am Donnerstag: Ein Defekt am Benzinsystem legte den MCL40 für den kompletten Nachmittag lahm. Piastri schaffte an seinem ersten Tag mit dem neuen Renner keine komplette Renndistanz. Insgesamt spulte McLaren nur etwas mehr als 1300 Kilometer ab.
Kniffliger Saisonstart in der Formel 1
Damit liegt man auf Rang acht von elf im Laufleistungs-Ranking – ein Rückschlag für den Klassen-Primus. Auch Technik-Chef Neil Houldey spricht von «einem anspruchsvollen, aber lohnenden Shakedown» in Barcelona. «Wir sind mit dem Gesamtergebnis und den Erkenntnissen, die wir aus jeder einzelnen Runde gewinnen konnten, sehr zufrieden.»

Houldey macht aber auch keinen Hehl daraus, dass noch nicht alles reibungslos lief. «Am ersten und zweiten Tag haben uns kleinere Probleme Laufleistung gekostet», gibt der Technik-Chef zu. «Aber am letzten Tag lief alles genau so, wie wir es uns gewünscht haben: Zahlreiche Runden ohne jegliche Zuverlässigkeitsprobleme.»
McLaren legt vollen Fokus auf Bahrain
Also noch kein Grund zur Sorge für die McLaren-Fans? «Das neue Motoren-Reglement hat die Komplexität erhöht», gibt Houldey zu. «Insbesondere im Hinblick auf das Deployment und die Energie-Rückgewinnung. Wir haben im Simulator getan, was wir konnten – aber nichts kann Streckenzeit ersetzen.»

Entsprechend hoch sind die Ansprüche bei McLaren für den «offiziellen» Testauftakt der Formel 1 in Bahrain kommende Woche. «Wir haben sowohl an der Rennstrecke als auch in Woking diese Woche viel erreicht. Wir reisen nach Bahrain mit dem Ziel, dort mit einem schnelleren, zuverlässigeren Auto anzukommen, als hier in Barcelona.»
















