Die Entscheidung ist gefallen: Mercedes-AMG Petronas Motorsport zieht den Einspruch gegen Weltmeister Max Verstappen zurück.
Der Niederländer Max Verstappen vom Team Red Bull jubelt über seinen WM-Titel. Foto: Kamran Jebreili/AP POOL/dpa
Der Niederländer Max Verstappen vom Team Red Bull jubelt über seinen WM-Titel. Foto: Kamran Jebreili/AP POOL/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenige Stunden vor der FIA-Gala in Paris steht Max Verstappen als Weltmeister fest.
  • Mercedes lässt den Protest gegen das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi fallen.
  • Stattdessen fordert das Team von der FIA nun «Rechenschaft» in der Untersuchung.

Jetzt ist es soweit: Max Verstappen darf sich endgültig als Weltmeister feiern lassen! Der Holländer wird seinen ersten WM-Titel in der Formel 1 behalten. Denn Mercedes-AMG Petronas Motorsport hat am Donnerstagvormittag den Protest offiziell zurückgezogen.

Mercedes zieht den Protest gegen Max Verstappen zurück – die richtige Entscheidung?

Das teilte das Team in einem Statement wenige Stunden vor der offiziellen FIA-Preisverleihung am Abend in Paris mit. Anlass dafür sei die Einsetzung einer Kommission durch die FIA, um die Vorfälle in Abu Dhabi zu untersuchen.

Verstappen bleibt Weltmeister in der Formel 1

In dem Statement übt Mercedes-AMG Petronas Motorsport aber auch scharfe Kritik an der Formel 1. «Wir haben Abu Dhabi ungläubig darüber verlassen, was wir gerade beobachtet hatten. Wir wissen, dass es Teil des Sports ist, ein Rennen zu verlieren.»

«Aber es ist etwas völlig anderes, wenn man den Glauben an den Rennsport verliert», heisst es in der Stellungnahme. «Gemeinsam mit Lewis haben wir uns sorgfältig überlegt, wie wir auf die Ereignisse beim Saisonfinale reagieren.»

Die letzte Runde einer verrückten Saison geht in die Geschichte ein – Max Verstappen ist Weltmeister. - SRF

«Im Rennen am Sonntag haben viele empfunden – uns eingeschlossen – dass die Vorgänge nicht korrekt waren. Wir haben gegen das Rennergebnis protestiert, weil die Regeln auf eine neue Weise ausgelegt wurden, die das Ergebnis beeinflusste.»

Mercedes-AMG Petronas Motorsport fordert «Rechenschaft» von der FIA

Seither habe man mit der FIA einen «konstruktiven Dialog» geführt, um Klarheit für die Zukunft zu schaffen. Die FIA reagierte am Mittwochabend mit der Ankündigung, die Vorfälle von einer Kommission untersuchen zu lassen.

Formel 1 FIA Paris
Die FIA feiert die Weltmeister aus der WRC, der WEC, der Rallycross-WM und der Kart-Weltmeisterschaft. - FIA

In dieser Kommission wolle Mercedes-AMG Petronas Motorsport sich aktiv einbringen, um «eine bessere Formel 1 zu schaffen», heisst es. «Wir werden von der FIA für diesen Prozess Rechenschaft verlangen und ziehen unseren Protest zurück.»

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