Formel 1 führt ab 2026 synthetischen Treibstoff ein

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Grossbritannien,

    Ein Durchbruch auf dem Weg zu nachhaltigem Treibstoff? Ab 2026 wird in der Formel 1 mit synthetischem Sprit gefahren. Der soll auch für die Strasse taugen.

    Formel 1 2030 Klima
    Die Formel 1 will bis 2030 CO₂-neutral werden. - F1

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ab 2030 will die Formel-1-Weltmeisterschaft klimaneutral sein.
    • Der Kalender wird angepasst, um Frachtkosten und Reiseaufwand zu senken.
    • Und: Ein neuer synthetischer Kraftstoff wird entwickelt, der strassentauglich sein soll.

    Die Formel 1 hat sich ein ambitioniertes, aber nötiges Ziel gesetzt: Ab 2030 soll die Rennserie komplett klimaneutral werden. Das soll alle Bereiche betreffen, von der Entwicklung über die Logistik bis zum Rennbetrieb.

    Können Sie sich eine klimaneutrale Formel 1 vorstellen?

    Vor dem Grossbritannien-GP hat die Königsklasse des Motorsports nun die neuesten Entwicklungen enthüllt. Der wohl wichtigste Fortschritt findet beim Treibstoff statt: Ab 2026 wird in der Formel-1-WM mit synthetischem Kraftstoff gefahren.

    Öko-Sprit auch für den Strassenverkehr

    Der neue Treibstoff befindet sich aktuell in Entwicklung und soll CO₂-neutral werden. In vier Jahren – mit der nächsten Motoren-Generation – wird der Öko-Sprit dann auch in den Rennbetrieb eingeführt.

    Das Besondere dabei: Nicht nur in der Formel 1, auch im alltäglichen Strassenverkehr soll der neue Kraftstoff zum Einsatz kommen. Er könne «ohne jede Modifikation in einem bestehenden Strassenfahrzeug» verwendet werden, so die Rennserie.

    Synthetische Kraftstoffe sind im Motorsport bereits seit Jahren ein wesentliches Thema. Prodrive setzte bei der Rallye Dakar etwa auf ein eigens entwickeltes Stufe-2-Biofuel. Das besteht aus Landwirtschafts-Abfällen und atmosphärischem CO₂.

    Neuer Motor in der Formel 1 ab 2026

    Details zum neuen Formel-1-Kraftstoff gab es zunächst noch nicht. Die Einführung zur Saison 2026 fällt aber mit der Einführung des nächsten Motoren-Reglements zusammen. Dann fällt etwa die komplexe, teure und unwirksame MGU-H-Hybrideinheit weg.

    Formel 1 Hybrid
    Seit 2014 kommen in der Formel 1 Hybrid-Motoren zum Einsatz. - F1.com

    Die nächste Generation von Formel-1-Triebwerken wird weiterhin auf 1,6-Liter-V6-Motoren basieren. Zudem soll die Energie-Menge aus dem kinetischen Teil der Hybrid-Einheit fast verdreifacht werden: Künftig liefert die MGU-K rund 475 PS.

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