Formel 1

    Formel 1: FIA schafft Amtszeiten-Limit für Präsident Ben Sulayem ab!

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    China,

    Wird die FIA zu einer Diktatur? Mit grosser Zustimmung hat der Dachverband der Formel 1 die Amtszeit-Begrenzung für den amtierenden Präsidenten abgeschafft.

    Ben Sulayem Formel 1
    Mohammed Ben Sulayem will lebenslang Präsident der FIA bleiben – und damit das Sagen über die Formel 1 haben. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mohammed Ben Sulayem möchte sein Leben lang FIA-Präsident bleiben.
    • Die erste Hürde hat der 64-Jährige genommen: Das Amtszeiten-Limit wird abgeschafft.
    • Nur die Altersgrenze steht noch zwischen ihm und einer lebenslangen Alleinherrschaft.

    Der umstrittene FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem arbeitet an einer Konsolidierung seiner Machtposition. Der 64-Jährige folgte 2021 auf Jean Todt und steht seither dem Weltverband, der auch die Formel 1 verwaltet, vor.

    Ist Mohammed Ben Sulayem ein guter FIA-Präsident?

    Seither hat Ben Sulayem seinen Einfluss – unter anderem in der Motoren-Debatte der Formel 1 – drastisch verstärkt. Bei der ausserordentlichen Generalversammlung der FIA in Macau ist dem Emirati nun ein weiterer wichtiger Schritt gelungen: Die Amtszeit-Begrenzung für den Präsidenten wird aufgehoben.

    Grosse Mehrheit für Ende der Begrenzung

    Bislang war das Amt des FIA-Präsidenten auf drei Amtszeiten von jeweils vier Jahren begrenzt. Diese Begrenzung fällt nun weg – und das mit überwältigender Mehrheit: Gemäss «BBC» haben mehr als 90 Prozent der Mitglieder-Verbände am Donnerstag für die Abschaffung der Begrenzung gestimmt.

    FIA Formel 1
    Als Präsident der FIA hat Mohammed Ben Sulayem grossen Einfluss in der Formel 1. - keystone

    Ben Sulayem ist in seiner zweiten Amtszeit und dürfte sich 2029 ohnehin ein drittes Mal aufstellen. 2025 war der 64-Jährige als einziger Kandidat in die Wiederwahl gegangen. Seine Mitbewerber hatte das zuständige FIA-Gremium zuvor als untauglich abgeschmettert.

    Höhere Hürden für neue Kandidaten

    Will er nach seiner jetzigen Amtszeit noch ein weiteres Mal kandidieren, steht nur noch eine andere Hürde vor ihm: Wer sich um das Amt des Präsidenten bewirbt, darf maximal 70 Jahre alt sein. Es ist gemäss «BBC» aber zu erwarten, dass Ben Sulayem demnächst auch diese Begrenzung attackiert.

    Formel 1
    Mohammed Ben Sulayem steht als FIA-Präsident auch der Formel 1 vor. - keystone

    Gleichzeitig hat der Weltverband auch die Hürden für allfällige Herausforderer drastisch angehoben. Bewerber um das höchste Amt im Automobil-Motorsport müssen künftig «erhebliche Erfahrung» in einem FIA-Amt mitbringen. Das kommt einem De-facto-Ausschluss von Bewerbern von ausserhalb der FIA-Machtstruktur gleich.

    FIA Mohammed Ben Sulayem
    Mohammed Ben Sulayem arbeitet daran, lebenslang FIA-Präsident zu bleiben. - keystone

    Mit dem Wegfall der Amtszeit-Beschränkung, den neuen Hürden für Bewerber und einem baldigen Aus der Altersgrenze ist absehbar: Ben Sulayem arbeitet daraufhin, lebenslang als FIA-Präsident zu amtieren. Angesichts der Kontroversen um den umstrittenen FIA-Boss ein besorgniserregender Ausblick für den Motorsport ...

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    Kommentare

    User #5027 (nicht angemeldet)

    Überall will man sich seine Position auf Lebzeiten sichern. Das ist eine schlechte Entwicklung.

    User #1629 (nicht angemeldet)

    FIA, FIFA, USA, so lange alles korrupt ist und sich jeder nach Lust und Laune bereichern kann......

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