Formel 1

    Formel 1: Hat Mercedes die Ursache für Batterie-Defekte gefunden?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Grossbritannien,

    Sowohl George Russell als auch Kimi Antonelli erlitten in der Formel 1 zuletzt bittere Ausfälle durch Defekte. Bei Mercedes glaubt man, den Grund zu kennen.

    Mercedes Formel 1
    Mercedes hatte in der Formel 1 zuletzt Probleme mit der Standfestigkeit seiner Motoren. - Mercedes AMG F1

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mercedes hatte zuletzt gleich zwei schmerzhafte Ausfälle zu beklagen.
    • George Russell fiel in Kanada als Führender aus, Kimi Antonelli in Spanien auf Rang zwei.
    • Nun will man bei den Silberpfeilen die Ursache für die Ausfälle gefunden haben.

    Eigentlich war Mercedes in dieser Saison in der Formel 1 bislang praktisch unantastbar: Die Silberpfeile erwiesen sich seit Saisonbeginn als klare Nummer 1 im Feld. Erst beim Barcelona-GP setzte es die erste Niederlage des Jahres: Lewis Hamilton feierte mit Ferrari seinen ersten Grand-Prix-Sieg in Rot.

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    Allerdings hat Mercedes in der Formel 1 im Moment auch einen Schwachpunkt – nämlich die Standfestigkeit: George Russell musste seinen Silberpfeil beim Kanada-Grand-Prix in Führung liegend abstellen. Kimi Antonelli schied in Barcelona an zweiter Stelle liegend ebenfalls mit einem Defekt aus.

    Mercedes Formel 1 McLaren
    Nicht nur Mercedes, auch Motorenkunde McLaren hatte in der Formel 1 zuletzt mit Defekten zu kämpfen. - Mercedes AMG F1

    Und auch beim Mercedes-Kundenteam McLaren gab es zuletzt Sorgen mit dem Antriebsstrang: Weltmeister Lando Norris schied in Monaco mit einem Problem am Motor aus. Schon zuvor hatte McLaren an seinem Auto die Batterie wechseln müssen. Zudem konnten beide McLaren beim China-GP mit Elektrik-Problemen gar nicht starten.

    Hat Mercedes die Fehlerquelle gefunden?

    Bei Mercedes will man nun die Ursache für die jüngsten Technik-Probleme gefunden haben. Eine eingehende Analyse von Antonellis gestrandetem Silberpfeil förderte den Defekt-Auslöser zutage. Das erklärte Technik-Direktor James Allison nach dem Barcelona-GP in der «Nu Silver Arrows Radio Show».

    Mercedes Allison Formel 1
    James Allison (re.) ist Technik-Direktor bei Mercedes in der Formel 1. - Mercedes AMG F1

    «Jeder, der den Sport aufmerksam verfolgt, hat es bemerkt: Es sind in dieser Saison bereits einige Mercedes-Fahrzeuge durch dieses Problem niedergestreckt worden», so Allison. «Diese Fälle sind zwar nicht alle identisch. Aber sie haben ihren Ursprung alle ungefähr im gleichen Bereich der Batterie.»

    Kein Platz mehr für Defekte in der Formel 1

    Allison hofft, dass Mercedes das Problem – nun, da es identifiziert ist – zeitnah beheben kann. «Ich glaube, dass die meisten Risikobereiche mittlerweile erkannt wurden. Und mit etwas Glück sollte sich unser Schicksal als Flotte verbessern», so Allison. «Wir beginnen damit, die neuen Module – so bezeichnen wir die Batterie – schrittweise einzuführen.»

    Mercedes Formel 1
    Die Standfestigkeits-Sorgen schaden auch den Titel-Ambitionen von Mercedes in der Formel 1. - Mercedes AMG F1

    Bei Mercedes ist man sich bewusst, dass es für solche Defekte in der Formel 1 keinen Platz gibt. «Für uns ist das sehr wichtig, denn diese Ausfälle sind enorm schmerzhaft», stellt er klar. «Man akzeptiert, dass es Defekte geben wird, und versucht sicherzustellen, dass es auf dem Prüfstand passiert. Und nicht, wenn man auf der Strecke um Punkte kämpft», so Allison.

    Kommentare

    User #1361 (nicht angemeldet)

    Das hat Formel 1 nichts mehr zu tun.

    User #6287 (nicht angemeldet)

    Egal was Mercedes baut... immer zu teuer und zuviele Fehler.

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