Formel 1 – FIA-Präsident: «V8-Motoren sind leichter und billiger»
Die Diskussion um neue V8-Motoren in der Formel 1 reisst nicht ab. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem wagt einen neuen öffentlichen Vorstoss für seine Pläne.

Das Wichtigste in Kürze
- FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem wirbt weiter für ein V8-Comeback in der Formel 1.
- Die aktuellen V6-Hybrid-Motoren sind noch bis Ende 2030 fest eingeplant.
- Spätestens danach sollen sie durch V8-Motoren mit weniger Hybrid-Anteil ersetzt werden.
Die Motoren-Debatte in der Formel 1 läuft auch vor dem Monaco-Grand-Prix am Wochenende weiter. Hinter den Kulissen wird – bislang erfolglos – über Anpassungen am Triebwerks-Reglement für 2027 diskutiert. Einzelne Hersteller, mutmasslich vor allem Audi und Ferrari, stellen sich bei den dringend nötigen Änderungen quer.
Beinahe noch brisanter ist aber die Frage nach der Motoren-Zukunft der Formel 1. Das aktuelle Reglement gilt bis einschliesslich der Saison 2030 – unabhängig von allfälligen Regelwerks-Anpassungen. Und alles deutet darauf hin, dass die V6-Turbo-Hybriden spätestens dann ausgedient haben.

Der höchst umstrittene FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem pocht nämlich bereits seit Jahren auf eine Abkehr von den unbeliebten V6-Antrieben. Mit seinen Wunschträumen von einem V10-Antrieb blitzte er wenig überraschend bei den Herstellern ab. Doch die Chancen stehen gut, dass seine aktuellen Pläne mehr Erfolg haben.
Bald wieder V8-Lärm in der Formel 1?
Ben Sulayem visiert für 2031 einen Umstieg auf V8-Motoren an. In einem Social-Media-Beitrag untermauert der FIA-Boss diese Ambition nun einmal mehr öffentlich. «Ich setze mich dafür ein, V8-Motoren in die Formel 1 zurückzubringen», stellt Ben Sulayem unmissverständlich klar.

Und Ben Sulayem hält auch nach wie vor an seiner Hoffnung fest, das nächste Reglement ein Jahr vorzuziehen. «Idealerweise bis 2030, spätestens jedoch bis 2031 als Teil des nächsten FIA-Regelzyklus», sollen die V8-Motoren kommen. Allerdings ist zweifelhaft, ob die Hersteller einer Verkürzung des aktuellen Reglements tatsächlich zustimmen würden.
Welche Argumente für die V8-Motoren sprechen
Ben Sulayem erklärt auch seine Argumente, die für die V8-Triebwerke und gegen die aktuellen V6-Turbo-Hybriden sprechen. «V8-Motoren sind leichter, einfacher und kostengünstiger», so der FIA-Boss. «Und nachhaltige Kraftstoffe sorgen dafür, dass sie mit unseren Umwelt-Zielen in Einklang bleiben.»

Die Hybrid-Komponente soll künftig wieder auf einen kleinen Zusatz-Boost wie beim früheren KERS beschränkt sein. Dadurch würden die neuen Motoren im Vergleich zu jetzt die schweren Batterien einsparen. Ben Sulayem: «Vor allem aber bringen sie den einzigartigen, mitreissenden Sound zurück, den Fans weltweit mit der Formel 1 verbinden.»
















