Formel 1 – Ex-Ingenieur Smedley: «Red Bull müsste viel besser sein»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Niederlande,

Ex-Ferrari-Renningenieur Rob Smedley übt scharfe Kritik an der Leistung von Red Bull in der Formel 1. Das Team müsse deutlich besser sein, findet er.

Red Bull Formel 1
Red Bull hat in der Formel 1 eine enttäuschende erste Saisonhälfte hinter sich. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Red Bull kann in der Formel 1 aktuell nicht aus eigener Kraft um Siege kämpfen.
  • Dem einstigen Weltmeister-Team ist die Umstellung auf das neue Reglement missglückt.
  • Ex-Ferrari-Ingenieur Rob Smedley findet: Von Red Bull müsse man mehr erwarten können.

Der Start in die neue Reglements-Ära in der Formel 1 ist Red Bull nicht nach Wunsch geglückt. Und das, obwohl der österreichische Rennstall ausgerechnet die grösste Hürde mit Bravour genommen hat: Der erste in Eigenregie entwickelte Motor zählt zu den besten Triebwerken in der Formel 1.

Red Bull Formel 1
Red Bull ist der Wechsel in das neue Reglement der Formel 1 nicht nach Wunsch geglückt. - keystone

Dafür patzte der einst genau in diesem Bereich überlegene Energy-Drink-Rennstall auf der Chassis-Seite. Der RB22 kam mit Übergewicht und enttäuschenden Abtriebswerten zum Saisonauftakt nach Australien. Und auch die Nachbesserungs-Arbeiten haben bislang nur bedingt Früchte getragen.

«Neue» Formel 1 stellt Red Bull vor Probleme

Als Fehlschlag entpuppte sich ausgerechnet der spektakuläre «Macarena»-Flügel: Das obere Heckflügel-Element rotiert wie bei Ferrari um 180 Grad. Während die Scuderia daraus aber ein hocheffizientes Aerodynamik-Element machte, patzte Red Bull: Der rotierende Flügel führt zu Strömungsabrissen, und die wiederum zu teils heftigen Abflügen.

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Max Verstappen fliegt im Qualifying in Österreich ab. - SRF

Insgesamt ist die Saison für Red Bull in der Formel 1 bislang also enttäuschend verlaufen. Auf den ersten Grand-Prix-Sieg unter dem neuen Reglement wartet man bisher vergeblich. Entsprechend kritisch fällt auch die Halbzeit-Beurteilung von Experten-Seite aus – darunter auch Ex-Ferrari-Ingenieur Rob Smedley.

Rob Smedley Formel 1
Rob Smedley war in der Formel 1 unter anderem für Ferrari und Williams als Renningenieur tätig. - Williams Racing

Im «High Performance Podcast» lässt der frühere Ferrari-Renningenieur kein gutes Haar am Auftritt von Red Bull. «Sie müssten einfach sehr viel besser sein», so die Bilanz des 52-Jährigen, der die Entwicklungsarbeit des Teams scharf kritisiert. «Sie haben einfach zu viele grundlegende Probleme.»

Gewinnt Red Bull in der zweiten Saisonhälfte noch ein Rennen?

Smedley verteidigt Verstappen-Kritik an Red Bull

Das habe auch Star-Pilot Max Verstappen klar gemacht. Der Holländer kritisierte die Unvorhersehbarkeit des Autos – und Smedley stimmt ihm zu. «Wie Max schon gesagt hat, sie haben fast jedes Wochenende irgendein anderes, neues Problem. Und es ist immer kritisch», so der Ex-Ferrari-Ingenieur.

Max Verstappen Formel 1
Max Verstappen hat sein Red-Bull-Team in der Formel 1 zuletzt wiederholt scharf kritisiert. - keystone

Zwar sei im ersten Jahr mit neuem Reglement mit Kinderkrankheiten zu rechnen, das sei bei Red Bull aber anders. «Es sind keine kleinen Probleme mit der Zuverlässigkeit oder mit dem Betrieb. Es ist eigentlich immer etwas ziemlich Gravierendes. Ich finde, Red Bull müsste da deutlich besser abschneiden.»

Kommentare

User #2038 (nicht angemeldet)

Ich finde Dein Kommentar spitze! Formel1 und Feuer... Zu viel Hitze im Handy?

User #4587 (nicht angemeldet)

Dies hat nichts mehr mit unsere geliebten alten Formel 1 zu tuen,wo das Können des Fahrers im Mittelpunkt des Rennens stand . Wer die beste Akkuleistung aufgespart hat,gewinnt, Also 6aus49 ist kalkulierbarer !

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