Formel 1 – Audi-Rennchef McNish: «Wir sind besser als erwartet»
Audi liefert als brandneues Werksteam in der Formel 1 eine solide Premieren-Saison ab. Rennleiter Allan McNish sieht aber auch noch viel Luft nach oben.

Das Wichtigste in Kürze
- Audi hat sich in der Formel 1 als Werksteam schon im Mittelfeld etabliert.
- Der deutsche Rennstall fährt konstant um die WM-Punkte mit und glänzt im Qualifying.
- Renn-Direktor Allan McNish hat aber auch eine Schwäche beim Audi R26 ausgemacht.
Die erste Saison von Audi als Werksteam in der Formel 1 hat sich zuletzt wieder etwas zum Positiven gewandt: In Grossbritannien, Belgien und Ungarn fuhr jeweils einer der deutschen Renner in die Punkteränge. In der WM-Tabelle liegt das ehemalige Sauber-Team auf Rang acht – vor Williams, Aston Martin und Formel-1-Neuling Cadillac.
Die beim Österreich-Grand-Prix erstmals eingesetzten Upgrades scheinen also Wirkung gezeigt zu haben. Ein wichtiger Erfolg für Audi, schliesslich will das Team noch lange am R26 arbeiten: Bis Ende November, kurz vor Saisonende in der Formel 1, soll der Renner gemäss «Auto Motor Sport» noch Upgrades erhalten.

Entsprechend zeigt man sich beim deutsch-schweizerischen Rennstall zufrieden: Audi-Renndirektor Allan McNish lobte sein Tema nach dem Ungarn-GP, den Nico Hülkenberg auf Platz neun abschloss. «Ich denke, wir funktionieren als Team», so der Ex-Formel-1-Pilot und dreifache Le-Mans-Gesamtsieger.
McNish: «Wir sind im Qualifying besser als erwartet»
In einem Bereich sieht der Schotte das Audi-Team sogar vor dem Zeitplan: «In Sachen Leistung sind wir im Qualifying besser als erwartet», so McNish. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so schnell und so konstant sein würden. Wir kommen gut damit zurecht», freut sich der Audi-Rennleiter.

Die Bilanz spricht tatsächlich für Hülkenberg und seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto: Fünfmal stand bereits ein Audi unter den Top-Ten im Qualifying. Im Durschnitt haben sich der Deutsche und der Brasilianer auf den Plätzen 12 und 13 qualifiziert. Auch im Rennen fehlt den vier Ringen meist nicht viel auf die Punkte – sechsmal belegte Audi schon Rang elf.
Audi in der Formel 1 in «guter Ausgangsposition»
McNish sieht aber auch eine Schwäche beim R26, die im Rennbetrieb schmerzt: «Wir müssen definitiv an den Starts arbeiten», so der Schotte. «Das hat uns auch in Ungarn wieder geschadet, weil wir hinter Lawson zurückgefallen sind. Wir hätten die Chance gehabt, vor einem der Racing Bulls zu sein, aber am Ende waren wir hinter beiden.»

Seine Einschätzung fällt dennoch positiv aus: «Ja, wir haben viel Verbesserungspotenzial, aber wir haben auch gerade Williams in der Konstrukteurs-WM überholt. Wir befinden uns im Mittelfeld, und der Abstand zu den Top-Vier ist gross. Aber wenn man bedenkt, dass wir erst elf Rennen in der Formel 1 gefahren sind, ist das eine gute Ausgangsposition.“
















