Tour de France – Reusser-Konkurrentin tobt: «Einfach kindisch!»
An der Tour de France Femmes kochen in der entscheidenden Phase die Emotionen hoch. Die Gesamtzweite Katarzyna Niewiadoma erhebt schwere Vorwürfe.

Das Wichtigste in Kürze
- Katarzyna Niewiadoma verliert das Gelbe Trikot an der Tour de France und ist sauer.
- Sie sei gezielt von der Strasse abgedrängt worden, poltert die Polin.
- Am Sonntag kommt es in Nizza zum Showdown um den Gesamtsieg.
Auf der zweitletzten Etappe der Tour de France wird das Gesamtklassement noch einmal durcheinandergebracht. Katarzyna «Kasia» Niewiadoma muss das Gelbe Trikot an Demi Vollering abgeben.
Im Anschluss an das Rennen erhebt Niewiadoma jedoch schwere Vorwürfe. Nicht gegen Vollering, sondern gegen deren Teamkollegin Célia Gery. Diese soll sie kurz vor dem entscheidenden Anstieg abgedrängt haben (Video unten).
Having seen the French TV footage, Kasia Niewiadoma was right. 🤷♂️
— Benji Naesen (@BenjiNaesen) August 8, 2026
FDJ-Suez' strategy was clearly for Vollering (P2) and Gery (P1) to switch positions before the corner, to have Gery slow down afterwards to open up a gap in front of her, forcing Niewiadoma to pass Gery first, and…
Im Interview im Ziel findet die Polin klare Worte: «Am Anfang des Anstiegs war ich total genervt. Wenn sie sich messen wollen, sollten sie fair spielen und nicht versuchen, mich gegen die Strassenbegrenzung zu drängen.»
Niewiadoma nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: «Aufgrund dieser Aktion habe ich meinen Respekt vor ihnen verloren.»
«So etwas würde sie nie tun»
Lars Boom, Sportdirektor vom Team FDJ United-Suez, verteidigt Gery.
Gegenüber «Eurosport» sagt er über seine Fahrerin: «Ich kenne Célia als Person, so etwas würde sie nie tun. Es ist nicht unser Ziel, jemanden von der Strasse zu drängen. Mehr muss man dazu auch nicht sagen.»

Die Schlussphase der Tour de France Femmes ist damit lanciert. Heute steht mit dem Zeitfahren in Nizza das grosse Finale auf dem Programm.
Vollerings Vorsprung auf Niewiadoma beträgt acht Sekunden. Die Niederländerin gilt generell als bessere Zeitfahrerin und hat damit die Rolle der Favoritin inne.
Marlen Reusser, im Gesamtklassement auf Rang drei, hat eine Minute und zwölf Sekunden Rückstand auf Vollering.
















