Formel 1: Sammelklage gegen Cadillac-Boss! F1-Team in Gefahr?
Gegen Mark Walter, Grossaktionär des Cadillac-F1-Teams, läuft ein Betrugs-Verfahren. Ist die Zukunft des Teams in der Formel 1 nun fraglich?

Das Wichtigste in Kürze
- Gegen den Eigentümer des Cadillac-Formel-1-Teams laufen in den USA eine Sammelklage und Betrugsermittlungen.
- US-Oligarch Mark Walter (66) soll Ermittlungen behindert und Gelder aus seinen Firmen abgezweigt haben.
- Die Ermittlungen könnten sich auch auf das Formel-1-Team von General Motors auswirken.
Cadillac steckt mitten in seiner ersten Saison in der Formel 1 – und jetzt plötzlich mitten in einem Betrugs-Verfahren: Im US-Bundesstaat Florida ist gegen den Grossaktionär Mark Walter eine Sammelklage eröffnet worden.
Zudem laufen gegen die Versicherungsgesellschaften des US-Milliardärs Betrugs-Ermittlungen an. Die Vorwürfe gegen den 66-Jährigen sind umfassend und schwerwiegend: Walter soll seine Unternehmen – TWG Global, Delaware Life Insurance und Group 1001 – für ein Komplott genutzt haben.

Er soll versucht haben, Ermittlungen von Bundesbehörden zu erschweren und Milliarden von Dollar aus den Geldern der Versicherungsnehmer abzuzweigen. Demnach habe Walter über seine Versicherungs-Gesellschaften mit den Geldern von Rentenversichererten sein Business-Netzwerk finanziert.
Riskante Sport-Beteiligungen – im Geheimen
Mit diesen Geldern übernahm der 66-Jährige Anteile in Milliarden-Höhe: Er stieg beim FC Chelsea, den LA Dodgers und LA Lakers ein und kaufte über TWG Global das US-Motorsport-Team-Andretti. Daraus wurde für 2026 das Cadillac-Team in der Formel 1.

Der Hauptvorwurf gegen Walter: Statt risikoarme Anlagen für die Versicherten zu tätigen, flossen Unternehmenswerte in seine privaten Business-Beteiligungen. 17 Milliarden US-Dollar – etwa 42 Prozent der Vermögenswerte seiner Versicherungs-Gesellschaften – soll der US-Milliardär so eingesetzt haben.
Die Klage zielt vor allem darauf ab, dass die Versicherungsgesellschaften ihren Versicherten absichtlich wesentliche Finanzinformationen verschwiegen hätten. Die Argumentationslinie: Hätten Versicherte um die hochriskanten Investitionen gewusst, hätten sie sich gegen Walters Unternehmen entschieden.
Hat die Sammelklage auch Auswirkungen auf die Formel 1?
Im Zuge der Ermittlungen hat Walter bereits erhebliche Vermögenswerte abgestossen: Seine Anteile an den LA Lakers verkaufte er nach nur einem Jahr wieder. Auch seine Beteiligung bei Chelsea – mit Todd Boehly – ist jetzt verkauft worden. Mit den beiden Verkäufen machte Walter rund drei Milliarden US-Dollar Profit.

Seine TWG-Global-Gruppe ist auch Mehrheitseigentümer von Cadillac in der Formel 1, ein Verkauf wurde aber vor einem Monat noch ausgeschlossen: «TWG erwägt keinen Verkauf des Cadillac-Teams», stellte das Unternehmen angesichts der anlaufenden Ermittlungen im Vorfeld des Holland-GP klar.
















